Dienstag, 28. März 2017

Fremdenangst!





Der Titel meines heutigen Posts mag missverständlich klingen ... ich meine jedoch keine Fremden im Sinne von Ausländern ... was mich bewog, darüber zu schreiben, sind ganz "normale" Leute wie du und ich ..... Immer wieder mache ich die Beobachtung, wie erst kürzlich auf unserem Ausflug in die Lichtenberge, dass Leute lieber nicht angesprochen werden wollen. Das ist ja sowas von .... Hilfe ... JEMAND hat MICH ANGESPROCHEN ..... das geht doch nicht!

Kennt Ihr das auch?

In diesem Falle handelte es sich um Bärlauch, den wir dort fanden. Uns begegneten  zwei Frauen, von denen wir eine fragten, woran sie denn diesen genau erkenne ..... oh, da hatten wir ja was getan! Die Dame ANGESPROCHEN! Du liebe Güte! Welch ein Frevel!

Und wisst Ihr, was ich manchmal so denke .... überall sehe ich die Leute vor ihren Bildschirmen hocken oder heutzutage eher am Notebook, mit dem Tablet in der Hand oder auch einfach nur aufs Smartphone starren, auch die älteren Semester inzwischen!
Diese Leute chatten mit Wildfremden, tauschen  liebevolle Smileys aus, sind aber offenbar nicht in der Lage, mit ihren Nächsten zu REDEN! Da ist aber was los, wenn sie angesprochen werden!

Selbstverständlich kenne ich diese beiden Damen nicht, die uns da begegneten, doch Blicke und Verhalten sprachen Bände! Aber ich kenne dafür etliche andere, von denen ich das eben beschriebene Verhalten eher beurteilen kann!

Was ist mit uns Menschen heute los??? Wenn wir Probleme mit dem REALEN Gegenüber haben, aber keinerlei Scheu, mit Wildfremden aus dem Internet "innig" zu verkehren?????
Was ist das für eine Zeit, in der man sein Gegenüber scheinbar nicht mehr ertragen kann und lieber auf  "virtuelle" Menschen ausweicht?

Diese Frage lasse ich hier mal so im Raum stehen .... würde mich sehr interessieren, wie Eure Erfahrungen da so sind mit den lieben Mitmenschen. Aus Bloggershausen weiß ich ja, daß einige sich mehr oder weniger regelmäßig treffen, aber wie ist es in Eurem Umfeld mit Leuten, die Ihr nicht aus Blog und Internet kennt? Ist das in Eurem Umfeld, Eurer Region, auch so problematisch, Fremde EINFACH anzusprechen?

Ich habe da schon interessante Erfahrungen gemacht! In unserer Gegend ist es teilweise ein Problem, es gibt da eine soziale Distanz, in anderen Gegenden,  z.B. dem Rheinland, mag das anders sein. Und auch in Magdeburg, wo zwei meiner Kinder eine Zeitlang studierten, habe ich es völlig anders als bei uns in Niedersachsen, erlebt. Die Einheimischen kamen sofort auf mich zu und verwickelten mich in nette Gespräche. So etwas kommt bei uns eher selten vor, auch wenn es solche Zeitgenossen hier natürlich auch gibt.

Und wenn ich dann - wie vor kurzem - einen Blick aufs Zeitschriftenregal im Supermarkt werfe und Schlagzeilen wie über den Sex der Zukunft lese - gruselt es mich - denn Sex mit Robotern, wer will das schon, oder? Das ist so weit von der Natur entfernt .... 

Im weitesten Sinne ging es in meinem Post Grüßen oder nicht grüßen schon um diese Problematik.

Das obige Brunnen-Bild stammt übrigens aus München, wo wir uns u.a. 2011 aufhielten.
Was ich schon lange einmal zeigen wollte - die liebe Cornelia/Zwergenwelt hat ein ganz entzückendes Geschenk genäht, das an einen ganz kleinen Mann ging. :-) Und ich habe das Geschenk lediglich mit einigen netten Kleinigkeiten komplettiert. :-)
Das Ganze kam sehr gut an, ist ja auch überaus praktisch, auch für unterwegs.






Lieben Dank noch für alle netten Kommentare aus der letzten Zeit. Ich bemühe mich sehr, all Eure Blogs zu besuchen. Meine Zeit ist nach wie vor knapp, nur auf Instagram bin ich derzeit ein wenig mehr aktiv, da das Handy halt auch unterwegs immer dabei ist. Nur  Bloggen via Handy ist mir dann doch zu umständlich. ;-)

Liebe Grüße 



Kommentare:

  1. Süßes Geschenk :)
    Ich bin selber auch sehr zurück haltend wenn ich wen nicht kenne .... aber werde ich gefragt gebe ich Antwort ;) Keine Ahnung warum manche so zugeknöpft sind ...
    LG und eine schöne Woche für Dich
    von Heidi

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    1. Danke, liebe Heidi!
      Ich glaube aber, Zurückhaltung und Rührmichnichtan im negativen Sinne, also eher Ablehnung, sind zweierlei. Denn aus solchen Mienen spricht eher Ablehnung als Ängstlichkeit. Viele leiden heute allerdings auch unter sozialen Phobien und schotten sich daher schon ab. Das Schreiben im Internet ist in solchen Fällen ja einfach, da das Gegenüber die Person nicht sehen kann.

      Liebe Grüße
      Sara

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  2. Hallo Sara,
    die Erfahrung das Du in den "neuen" Bundesländern schneller in Kontakt machst haben wir auch vor kurzem wieder einmal festgestellt. Unterwegs in so einem kleinen Wäldchen, ein freundliches Hallo, ach sie kenne ich ja gar nicht etc. pp, dann in dem kleinen Waschhaus in Ribbeck wo wir mit 2 sehr netten Damen an einem Tisch saßen und uns angeregt unterhielten.
    Aber das war hier in Niedersachsen und Richtung Küste schon immer etwas schwieriger (meine Meinung), wenn Du Dich da an einen Tisch setzen wolltest, kam das nicht immer so gut an. Wir sind vielleicht etwas zugeknöpfter :) Das mit den sozialen Medien ist allerdings wirklich interessant, da können wir uns öffnen. Eine merkwürdige Entwicklung.
    Liebe Grüße sendet
    Kirsi

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    1. Stimmt, liebe Kirsi, das merke ich in anderen Bundesländern auch immer wieder. In Bayern war man auch reservierter, aber in den neuen Bundesländern auf jeden Fall aufgeschlossen. Ich denke auch im Rheinischen sind die Leute offener. Das mit dem Tisch im Restaurant kenne ich auch, es wird schnell als unangenehm empfunden - der Appetit scheint augenblicklich zu stocken, wenn ein Wildfremder an den Tisch kommt ...

      Ich glaube, weil man im Internet hauptsächlich nur schreibt, ist das für solche Menschen einfacher, weil sie ihr Gegenüber nicht sieht. Nur traurig, wenn sich das Soziale dann überwiegend aufs Internet beschränkt.

      Liebe Grüße
      Sara

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  3. Liebe sara
    da sagst du was, ich kenne es auch. Wildfremde schon auf der Strasse freundlich zu grüßen ruft bei manchen tatsächlich eine Art ERSTAUNEN hervor, auch in Supermärkten an der Kasse wenn man eine "nette bemerkung macht" ebenfalls, du wirst erstaunt beguckt als wärest du ein fremdes Tier!
    Vielleicht ist es das unbekannt sein, was Vorsicht hervorruft, was allerdings nicht erklärt warum man keine Scheu davor sieht wenn sich(völlig) Fremde im Netz begegnen.
    Zugeknöpft sein mag vielleicht auch an der Mentalität der einzelnen liegen.
    Ich habe viel mit FREMDEN zu tun, da bei mir um die Ecke viele Gäste das ganze Jahr eintrudeln. Sie kommen von überall her, nicht nur aus Deutschland und die sind immer froh wenn sie Freundlichkeit erfahren und regaieren entsprechenend nett und höflich darauf.
    /Was man nicht immer von den eigentlichen Bewohnern des Städtchens erfahren kann.
    Tja - der Mensch ist und bleibt eben merkwürdig und unergründbar.
    liebe Grüße angelface

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    1. Ja, in den Städten, auch am Stadtrand in jedem Fall, bei uns auf dem Land vor allem bei Fremden und Zugezogenen oder entsprechend disponierten Personen, denn im allgemeinen grüßt man sich auf dem Land und es wird eher unwillig zur Kenntnis genommen, wenn das einmal jemand nicht tut. Doch in den Ballungsgebieten ist das andererseits verständlich, denn es ginge ja gar nicht, wollte man ALLE Menschen auf der Straße grüßen, da käme man aus dem Grüßen gar nicht mehr heraus *lach*
      Insofern ist es wiederum verständlich, wenn Menschen, die das Leben in der Stadt gewöhnt sind, das Grüßen auf der Straße einfach nicht kennen, weil man es da einfach nicht tut bzw. nur bei Bekannten.

      Liebe Grüße
      Sara

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  4. Liebe Sara,
    ich gehe eher offen auf andere Menschen zu und schnacke auch mal beim einkaufen an der Kasse oder so wenn es sich gerade ergibt. Da erlebe ich aber auch alle Facetten bis zu Leuten, die überhaupt nicht antworten wenn sie gegrüßt oder etwas gefragt werden. Das finde ich äußerst befremdlich, aber es bleibt mir ja nichts anderes übrig als das so zu nehmen, wie es ist.

    Liebe Grüße
    Birgit

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    1. Manchen liegt es nicht so, mit Wildfremden so ohne Weiteres ins Gespräch zu kommen, vielleicht auch, weil sie Hemmungen haben. Aber Ablehnung und Unhöflichkeit sind nochmal eine andere Sache. Und wenn jemand nicht an einem Hörproblem leidet, sollte man eigentlich eine freundliche Reaktion auf eine freundliche Ansprache erwarten können. - Mancher ist vielleicht auch mal nicht so gut drauf und mag es deshalb nicht, wer weiß das schon immer so genau.
      Wenig nett finde ich auch diese neue Sitte, alle Damen, die über 40+ sind, herausfordernd-überheblich mit "junge Frau" anzusprechen, wo offensichtlich klar ist, daß das keine jungen Frauen mehr sind und derjenige selbst es auch weiß. Da hat sich so einiges eingebürgert. ;-) Aber wie Du schon schreibst - man kann eh nichts dagegen tun. ;-)

      Liebe Grüße
      Sara

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  5. Tjaa kommt auf die Erfahrung an...in Dresden,z.B. fand ich die Leute extrem freundlich u hilfsbereit,schon fast SELTSAM nett,wenn man die Berliner Unfreundlichkeit gewohnt ist.
    In Berlin: wenn ich angesprochen werde,reagiere ich auch fast immer GAR NICHT ! In 99 Prozent der Fälle will jemand betteln,Trick(einer spricht die Leute an und der andere ist Taschendieb) ...Da darfst du gar nicht reagieren,sonst tauchen wie aus dem Nichts noch mehr "Kollegen" auf.
    naja kommt auf die Gegend an.In Schleswig Holstein aufm Land kenne ich freundliche Aufgeschlossenheit bis zum Schwatz,den man eher nicht will...alle ganz freundlich.
    Kat

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    1. Stimmt, wenn man das Stadtleben gewöhnt ist, mag man das wieder anders empfinden. Ich kenne ja verschiedene Leben *lach*, habe schon in der Stadt und auch auf dem Land gewohnt. In der Stadt - bei uns in Niedersachsen - ist das auch unterschiedlich, im allgemeinen geben sich die Leute aber doch eher reserviert bei Fremden. Einfach so angesprochen wird man selten. Und insofern verstehe ich auch - denn das ist in Braunschweig nicht anders - wenn die Leute zugeknöpft reagieren, wenn sie jemand "dumm" anspricht - denn das ist auch hier nicht anders, dass Bettler oder andere zwielichtige Gestalten einen einfach anquatschen. Doch ich denke, für die feinen Nuancen beim Ansprechen hat der Mensch normalerweise ein Gespür! Was mir auffällt, daß generell und von vornherein abgeschottet wird, schon bevor überhaupt zu erkennen ist, wer da auf einen zukommt.

      Bei Gesprächen ist es nicht anders - Voreiligkeit regiert ... die Leute hören oft einfach nicht mehr zu! Das ist überhaupt eine Zeiterscheinung - das Ego steht im Zentrum - alles andere wird kaum wahrgenommen oder nur dann, wenn man selbst es will ...

      Liebe Grüße
      Sara

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  6. Liebe Sara, das kommt mir auch recht bekannt vor. Manche Leute wollen nicht angesprochen werden oder können sich an Vereinbartes einen Tag später nicht mehr erinnern nur damit man sie in Ruhe lässt. Ändern kann man es leider nicht. Aber auch unter Bloggern gibt es zahlreiche Personen, die einfach nie antworten. Warum auch immer...

    lg kathrin

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    1. Stimmt, liebe Kathrin - im Bloggerland habe ich das auch oft erlebt. Ich verstehe, wenn jemand keine Zeit hat, das geht mir ja im Moment nicht viel anders. Aber wenigstens gelegentlich darf man mal eine Antwort erwarten, finde ich! Ich glaube auch, dass manche Leute mit sich selbst das größte Problem haben und sich deshalb nicht gern ansprechen lassen.

      Liebe Grüße
      Sara

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  7. Beim Lesen dachte ich an den Film 'Charité' zurück. In der ersten Folge wurde ein alter Fernsprechapparat gezeigt. 'Ich glaube nicht, dass das Zukunft hat', sagte ein Arzt, 'man möchte den Menschen doch sehen, mit dem man spricht.' - Weit gefehlt, würde ich da sagen. Wir haben heute wirklich mehr Kontakt über Handy etc. pp., als dass wir unserem Gesprächspartner gegenüber stehen. --- Es hat sicher auch mit dem eigenen Charakter zu tun, ob man 'Fremde' anspricht oder eher nicht. Mir liegt es auch nicht so. Wenn ich allerdings angesprochen werde, reagiere ich schon freundlich. In unserem Landstrich ist man im Allgemeinen eher freundlich-distanziert fremden Personen gegenüber, aber da verhält sich auch jeder seinem Charakter entsprechend. - Du sprichst die Rheinländer an. Ich kenne sie nur von Besuchen dort. Ganz ehrlich: Ihre Freundlichkeit und ihr Humor wirken auf mich oft 'aufgesetzt' - ganz nach dem Motto: Wir haben den Humor für uns gepachtet und müssen dies immer und bei jeder Gelegenheit zeigen. - Aber wie heißt es so schön: Jeder Jeck ist anders!:-) LG Martina

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    1. So ist es, liebe Martina! Auch wenn ich den Film nicht kenne.
      Ich selbst bin auch eher ein etwas zurückhaltender Typ, es kommt auf die Situation drauf an. Doch wenn man freundlich auf andere zugeht, dürfte man zumindest eine ebenso freundliche Reaktion erwarten. Leider ist das nicht immer der Fall. Was Du beschreibst, ist bei uns in Niedersachsen nicht anders. ;-) So gut kenne ich die Rheinländer allerdings auch nicht, um das bis ins Detail beurteilen zu können. :-)
      Schade ist jedenfalls, wenn man beobachtet, wie heute bald jeder vor seinem Bildschirm hockt und die Nachbarn nicht mal mehr miteinander sprechen. Ich weiß jetzt nicht, wie es wäre, wenn die Rollen getauscht würden und die internetten Nachbarn stattdessen einziehen würden. *lach*

      Liebe Grüße
      Sara

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