Montag, 9. Januar 2017

Gedanken über das Alter ... und Zustände in Krankenhäusern!





Ihr Lieben,
heute muß ich mal meinen Frust raus lassen! Es geht um den Umgang mit alten Menschen! Ob es Ärzte sind, Therapeuten oder andere Menschen - es ist manchmal wirklich haarsträubend! Denn ich erlebe es bald täglich mit meiner bald 88jährigen Mutter. Gewiß ist dies ein hohes Lebensalter, das mancher nicht einmal erreicht. Aber es wird oft vergessen, daß der Mensch DER ist, der er immer war und IST! Ein so alter Mensch wird zuweilen wie ein "dummes" Kind behandelt oder wie etwas Niedliches, aber auch wie jemand, der keine Bedürfnisse mehr hat, bei dem "alles egal" ist! Aber so ist das nicht!

Jeder von uns, der schon "etwas älter" ist, die  Lebensmitte bereits überschritten hat, wird das wissen, wie man sich DANN fühlt, nämlich "wie immer"! Im Kopf zumindest - wenn man nicht gerade an Alzheimer & Co. leidet! Und wir möchten bitte nicht in dieser Weise angesprochen oder behandelt werden!

Aber nun stellt Euch einmal vor, das Leben geht weiter und wir werden tatsächlich so alt wie meine Mutti! Sind mehr oder weniger hilflos diesen Leuten ausgeliefert! Was dann?

Alte Menschen haben keine Lobby, aber ich finde es SEHR, sogar EXTREM wichtig, sich für die Menschenrechte Älterer, Hochaltriger einzusetzen! Denn der Mensch bleibt Mensch, bis zum Schluß!

Es darf ganz einfach nicht sein, was da so oft passiert! Und es erginge uns vermutlich nicht anders, wenn wir jetzt nicht aktiv dafür eintreten, dass sich in diesem Bereich drastisch etwas  ändert!

Meine Mutti hatte vor ca. 2 Jahren einen Schlaganfall. Keinen sehr schweren, aber die Odyssee, die damit verbunden war, ist wirklich unglaublich und von Seiten des Krankenhauses, in das sie mehrfach eingeliefert wurde, grob fahrlässig! Eigentlich hätten wir etwas dagegen unternehmen sollen!

Es war an einem Feiertag, als es passierte und wir zunächst einen Notarzt kommen ließen. Dieser fand keinen Hinweis auf Schlaganfall. Wirklich erstaunlich! Denn ich habe "nur" eine Heilpraktikerausbildung, habe aber sofort gesehen, daß da gravierend etwas nicht stimmt. Für mich war das absolut ein Hinweis auf eine TIA! Und ein Mediziner erkennt das nicht??? Unglaublich! Ich frage mich, wie werden die ausgebildet???

Also nochmals einen Notarzt gerufen, weil es nicht besser wurde .... diese Dame meinte dann, daß es sich eventuell um einen Schlaganfall handeln könne und stellte die Krankenhauseinweisung aus. Also mit dem Krankenwagen ins KH gefahren. Dort mußte ich mir von einer recht schnippischen jüngeren Neurologin, die auch noch ihren Berufsstand ausdrücklich betonte, sagen lassen, daß so alte Leute wie meine Mutti "immer so" sprechen würden! Na, als Tochter werde ich, werden wir Töchter es ja wohl besser wissen, wie unsere Mutter sonst so drauf war und gesprochen hat, oder???!!!

Unglaublich! 

Ich hätte wirklich rechtliche Schritte gegen das Krankenhaus bzw. die Ärztin unternehmen sollen - hinterher ist man immer klüger, aber was hätte es gebracht? Unsere liebe Ari/Ari Sunshine berichtete ja auch schon von negativen Erfahrungen mit dem Krankenhaus und dort schrieb ich seinerzeit ein paar Zeilen über meine Erlebnisse.

Meine Mutter wurde nämlich kurz nach der Aufnahme einfach wieder nach  Hause geschickt! Obwohl ein CT gemacht wurde, gab es ANGEBLICH keinen Hinweis auf einen Schlaganfall!
Man drückte ihr ein paar Blutdrucktabletten in die Hand (da der Druck sehr hoch gestiegen war!) und das war's. Da es aber auch am nächsten Tag nicht besser wurde, bestellte ich kurzerhand wieder einen Krankenwagen. War das ein Theater! Wie wurden wir schief in der Klinik angesehen! "Die schon wieder" ..... mit begleitendem Augenrollen & Co.!

Aber nix da, ich bestand nunmehr auf einer genauen Untersuchung! Aber man wollte Mutti schon wieder heimschicken! Ist das die Möglichkeit!!! Ich konnte es kaum glauben! Der  Zustand war offensichtlich! Ich bestand jetzt energisch auf weiteren Untersuchungen!
Unwillig ging man darauf ein. Und siehe da - nach einem MRT und einem weiteren CT entdeckte man endlich die Ursache!

Ich bin ein äußerst friedfertiger Mensch, aber damals hätte ich diese Ärztin umbringen können! Ganz ehrlich! Wie kann so etwas sein?

Mich sehen Krankenhäuser auch nur im allergrößten Notfall und selbst dann äußerst ungern! Ich weiß schon, warum!

Und längere Zeit später, als meine Mutter längst aus dem Krankenhaus wieder raus war, durfte ich mir dann auch noch von einem Hausarzt sagen lassen, dass man es bei so alten Leuten sowieso nicht mehr so genau nähme. Ist das nicht geradezu kriminell???!!! Diese Aussage bezog sich  nämlich auf meine Frage, warum man denn den Schlaganfall nicht erkannt hatte bzw. mir, wenn man ihn doch erkannt hat, nichts davon gesagt hat (beim 1. Mal in der Klinik!). Denn davon ging dieser Arzt aus, anhand des CT, in das er Einblick nehmen konnte.

Alle, die sich das (noch!) nicht vorstellen können, auch ein so alter Mensch will gerne noch leben, er will, daß ihm geholfen wird! Nicht jeder hochaltrige Mensch ist lebensmüde! Er hat ein Recht auf Leben! Und ein Recht auf Hilfe!

Es scheint ein völlig falsches Altersbild  in den Köpfen der Menschen zu bestehen und das gilt es dringend auszuräumen!!!

Das mußte ich einfach mal loswerden. Eigentlich wollte ich hier über Krankheiten und Details absolut nichts schreiben. Doch einige Vorfälle aus der letzten Zeit betreffend meine Mutter haben mich dann doch dazu bewogen. Es muß sich dringend etwas in diesem Bereich ändern! Sehr dringend! Denn sonst geht es uns auch einmal nicht anders!!!

Und sooo lange ist das nicht mehr - bei jenen, bei denen es noch 30 Jahre dauert sind es noch  ca. 10.000 Mal schlafen, bei denen, die noch 20 Jahre haben, schon nur noch 7.000 Mal schlafen ...  so schnell vergeht die Zeit .... ehe wir es merken, sind wir alt, aber so richtig, mit allem Drum und Dran!

Bitte engagiert Euch!

Herzlichst
Eure








PS: Das Bild wurde in einem schönen Sommer aufgenommen. Mutters Hände . . .

Und entschuldigt bitte, wenn ich nicht jedem Einzelnen alles Gute für das Neue Jahr wünschen konnte! Ich habe es im Garten-Blog versucht - mehr war derzeit nicht drin. Ich vergesse Euch aber nicht!



Außerdem möchte ich nicht unerwähnt lassen, daß es auch sehr viele nette, hilfsbereite und über ihr zeitliches Budget hinaus tätige Menschen in Krankenhäusern und unter Therapeuten gibt!

All diesen liebenswerten Menschen gilt mein herzlichster Dank!!!


Kommentare:

  1. Liebe Sara,
    das was du schreibst ist wirklich schlimm, denn es geht ja nicht "nur" um Leben oder Tod, sondern um die Zeit dazwischen. Also genauer, ob man gut oder schlecht lebt. Gerade beim Schlaganfall ist schließlich entscheidend, dass zügig eine adäquate Therapie begonnen wird.
    Allerdings weiß ich auch, dass gerade alte Menschen oft aus "Langeweile" zum Arzt gehen. Sozusagen zur Tagesstrukturierung, weil sie sonst gar keinen Grund haben, die Wohnung zu verlassen. Das ist in vielerlei Hinsicht ein Problem für unsere Gesellschaft. Auch, weil man z. B. keinen zeitnahen Arzttermin bekommt, wenn der dringend benötigt wird.
    Wir alle müssen noch viel lernen um den älter werdenden Menschen gerecht zu werden.
    Alles Liebe für deine Ma.
    Claudiagruß

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    1. Liebe Claudia, hab' vielen lieben Dank für Deinen Kommentar!
      Genauso ist es - schnelle Hilfe ist exorbitant wichtig! Schlimm, wenn dann überall diese Kärtchen verteilt werden "Bei Schlaganfall schnell 112 wählen" und wenn man es dann tut, sieht die Sache doch ganz anders aus!

      Ich glaube, ins Krankenhaus fährt niemand nur so zum Spaß, zumal wir Töchter ja auch mit dabei waren und unsere Mutter wirklich kaum noch artikulieren konnte. Der Mundwinkel war verzogen - ein Blinder, der das nicht gesehen hätte! In diesem Falle gehe ich daher von grober Fahrlässigkeit aus!

      Aber Du hast recht, ich kenne auch etliche dieser Fälle, die Ärzte für ihre Tagesstruktur brauchen, die sich nicht zu beschäftigen wissen und sogar andere Menschen, neue Kontakte vermeiden, ob aus Unfähigkeit, psychischen Problemen oder einfach Unwillen - wer weiß das schon so genau. Wenn Ärzte da genervt reagieren, wenn sie diese Patienten ständig "bespaßen" sollen, verstehe ich durchaus!

      Es könnten viele Kosten gespart werden, wenn die Menschen sich nicht immer nur auf den guten Doktor verlassen würden, sondern selbst aktiv würden. Aber wie oft höre ich das von Älteren "Der Doktor hat aber gesagt....." Und die Ärzte sind ratlos, weil ihre guten Ratschläge nicht befolgt werden, die da lauten, weniger und gesünder essen, mehr bewegen, soziale Kontakte .... so einfach ist das und scheinbar so schwer!

      Dennoch ist das Problem viel tiefschichtiger und wir alle müssen tatsächlich lernen, das Alter mit seinen Besonderheiten besser zu verstehen. Denn ehe man es sich versieht, ist das Alter da! Das hat mir mal einer über 70jährige Dame gesagt, die mir in einem Pflegeheim begegnete, in dem ich einmal ein Praktikum absolvierte.
      Sie war gestürzt und erholte sich nicht mehr von diesem Sturz sondern mußte fortan im Rollstuhl sitzen. Eine zuvor überaus sportliche Frau. Nun war sie gefesselt und das mit knapp 70! Sie mahnte eindringlich, RECHTZEITIG an das Alter zu denken, denn es kommt plötzlich - so wie bei ihr - womit sie sicher nicht das Alter an sich meinte sondern mit Komplikationen einhergehende Gebrechlichkeit, die in der Tat im Alter plötzlich auftreten kann. Wir alle können davon betroffen werden, auch wenn wir es jetzt noch nicht für möglich halten und darüber lachen.
      Deshalb ist es so wichtig, sich rechtzeitig mit dem Alter zu beschäftigen!

      Danke und herzliche Grüße
      Sara

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  2. Liebe Sara,

    ich sehe das genauso wie Du. Es ist wirklich schlimm und da entsprechende Änderungen sicher nicht so schnell kommen werden, hoffe ich nur, dass es mir so ergeht wie meinen Eltern - einfach ganz ruhig zu Hause einschlafen ohne lange Krankheit o.ä.
    Was Ärzte angeht, habe ich mit meiner Hautsache, die ich ja etwa 40 Jahre schon habe, auch eine sehr schlimme Sachen erlebt - so nach der Devise, sie haben doch die Krankheit, ist doch ihr Problem. Allerdings muss ich auch sagen, dass ich die letzten Jahre wirklich auch Glück hatte und halt auch viele nette Ärzte kennengelernt habe.
    Aber schon einer alleine reicht ja aus, um viel Schlimmes anzurichten. Ich wünsche Deiner Mutti für die Zukunft bessere und verständnisvollere Ärzte und trotz ihres Alters noch ein paar schöne Jahre.

    Liebe Grüße
    Jutta

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    1. Danke auch Dir, liebe Jutta für Deinen Kommentar!
      Das hoffen wir wohl alle und gesegnet der, der noch Angehörige hat, die sich um ihn kümmern! Bzw. um seine Belange!

      Mit Ärzten habe auch ich viel Negatives erlebt, auch aus dem Grunde absolvierte ich eine Heilpraktiker-Ausbildung. Ich hätte auch gern noch Medizin studiert, allerdings hätte ich das meiner Familie mit 3 Kindern nicht antun wollen. Aber das Mediziner-Grundwissen der ersten Semester muß auch ein Heilpraktiker erlernen, da kommt niemand drum herum, der die Prüfung bestehen will. Nicht ohne Grund fallen ca. 90 % aller Heilpraktikeranwärter durch diese Prüfung! Das erlernte Wissen ist also anspruchsvoll!

      Natürlich habe auch ich nette und kompetente Ärzte kennengelernt, aber heute herrscht generell ein Problem im medizinischen Bereich. Zeit ist nicht genug vorhanden, Termine werden nur weit im Voraus vergeben. Bei den Augenärzten ist es bspw. ganz schlimm, man kann Monate auf den nächsten Termin warten. Sicher gibt es Notfallsprechstunden, aber wenn es um eine neue Brille geht, wird man heute gleich zum Optiker geschickt, während es früher immer hieß: "Bloß nicht zum Optiker, die können gar nicht alles erkennen....."

      Augenkliniken haben wir 2, die Patienten kommen von weither, die Kliniken sind so überlastet, daß oft die Betten auf den Fluren stehen, wie wir gehört haben. Es werden wohl dringend Augenärzte gebraucht, auch mehr Kliniken ....

      Es gibt viele ausländische Ärzte mit erheblichen sprachlichen Defiziten in Deutsch, so daß die Kommunikation sehr dürftig ist! Nichts gegen diese Ärzte, sie sind oft sogar die Besseren! Aber Kommunikation ist nun mal das A und O!

      https://www.welt.de/politik/deutschland/article140238894/Wenn-der-Arzt-nur-schlecht-Deutsch-spricht.html

      Auf der anderne Seite soll eine Überversorgung bestehen - doch man sieht, Augenärzte bspw. fehlen ... und auf einen Arzt kommen zu viele Patienten, da sie von weither anreisen.

      https://www.welt.de/politik/deutschland/article144086463/Ist-Deutschlands-Aerztemangel-nur-ein-Mythos.html

      Und wer will heute noch Arzt werden? In einigen ländlichen Gebieten herrscht absoluter Ärztemangel, aber wie gesagt, Fachärzte sind auch inzwischen dünn gesät.

      Der Artikel ist zwar schon etwas älter - aber es geht bei Medizínern durchaus auch ums Geld. Nicht alle sind von Haus aus wohlhabend, das Studium dauert lange, die Praxis, die Geräte, das Personal, alles muß finanziert werden, da ist das verständlich! Dazu kommen zusätzliche Dienste, Nachtarbeit, wenig Schlaf ...

      http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/verguetung-der-mediziner-wird-man-als-arzt-noch-reich-1923364.html

      Zahnärzte machen heute wohl den größten Reibach.

      An alle, die das interessiert - hier berichten Medizistudenten ...

      https://www.studis-online.de/Fragen-Brett/read.php?102,171918

      Danke für Deine lieben Wünsche und hoffen wir das Beste!

      Liebe Grüße
      Sara

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  3. Liebe Sara, es ist wirklich arg was teilweise abgeht. Ein paar Sachen würden mir da auch einfallen. Wenn man nicht wirklich dahinter ist, passiert oft nicht viel - auch bei viel jüngeren Patienten. Mich ärgert so etwas auch total.

    lg kathrin

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    1. Das kann man so sagen, dann sicher auch bei Euch in Österreich!?
      Es ist schon erschütternd! Erst kürzlich hörte ich von einer Freundin, die eine med. Nasen-OP hatte mit unzureichender Anästhesie. Sie mußte große Schmerzen erleiden - ich frage mich, wer geht so zu Werk!?? Und alte Menschen, die allein sind, keinen Fürsprecher haben, sind dem möglicherweise hilflos ausgeliefert!

      Danke auch Dir und liebe Grüße
      Sara

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  4. Liebe Sara,
    ja es ist unglaublich was das KH mit Euch gemacht hat. In Finnland ist es ähnlich, meine Oma (93) lebt noch alleine in ihrer Wohnung und ist wirklich noch ziemlich fit. Kurz vor Weihnachten bekam sie plötzlich Post vom Amt, sie bräuchte einen Betreuer und überhaupt, Menschen in ihrem Alter sollten nicht mehr alleine leben. Meine Mutter war wie vom Schlag getroffen, gut das sie noch Brüder dort hat, die haben sich gleich mit der Stadt in Verbindung gesetzt und nun lassen sie meine Oma (hoffentlich) in Ruhe. Der Betreuer wäre selbstverständlich von der Stadt eingestellt gewesen, die brauchen wohl dringend Geld war mein erster Gedanke.
    Wir haben dann auch von Deutschland aus einen Brief an die finnischen Behörden geschrieben, aber da habe ich auch gedacht, ab welchem Alter darf ich denn nicht mehr alleine leben?

    Schön finde ich es aber das Du auch die netten, hilfsbereiten und kompetenten Pflegekräfte etc. erwähnst. Ihren Job möchte ich wahrlich nicht machen, ab und an gehe ich meine Hunderunde mit einer guten Bekannten hier im Ort und diese ist Altenpflegerin. Was sie manchmal erzählt lässt mir die Haare zu Berge stehen, dann hoffe ich immer, das unsere Lösung mit der Einliegerwohnung hier bei uns für meine Mutti bis zum Ende reicht!

    Nun sende ich Dir liebe Grüße und wünsche Dir einen schönen Dienstag

    Kirsi

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    1. Liebe Kirsi,
      das hätte ich nicht vermutet, aber dann ist es dort auch nicht anders?
      Wirklich schlimm, wenn man einem geistig gesdunden Menschen, nur weil er an Jahren "alt" ist, einen Betreuer verpasdsen will! ;-) ;o) Und womöglich einen staatlich auferzwungenen Heimaufenthalt! Geradezu kriminell!

      Hier im TV gab es mal eine Sendung zu amtlichen Betreuern, da hörte man auch haarsträubende Geschichten, die ich hier nicht wiedergeben möchte. Evt. ist der Stream noch zu finden. Müßte ich erstmal suchen.

      Un ja, diese netten, hilfsbereiten, kompetenten, die gibt es. Ich hatte bei meiner OP 2009 teilweise auch sehr großes Glück und dafür bin ich sehr dankbar! Aber nicht jeder hat dieses Glück! Allerdings habe ich mir Mitspracherecht bei dem Verlauf der OP im Vorfeld ausbedungen!
      Was gemacht werden DARF, was nicht! Denn das sollte man vorab klären. Das bedeutet natürlich, daß man sich selbst informiert. Mir fiel das aufgrund meiner med. Kenntnisse nicht schwer, abzuwägen, aber ich verstehe, wenn ein absoluter Laie aus Angst den Entscheidungen der Ärzte folgt. Für mich wäre die OP, so wie die Ärzte sie vorgesehen hatten, die reinste Katastrophe gewesen und ich bin froh, so informiert gewesen zu sein!

      In Heime hatte ich persönlich schon Einblick - hinter die Kulissen - es existierten auch Bücher darüber von Leuten, die sich da "heimlich" eingeschleust haben, nur um darüber zu schreiben! Da gehen zum Teil schlimme Sachen ab, aber niemand will offiziell davon etwas wissen und doch wissen es alle.
      Soweit mir bekannt, leben allerdings die wenigsten alten Menschen in Heimen und ein Großteil wird immer noch von den Kindern, insbesondere den Töchtern betreut! Ob mit zusätzlicher Hilfe wie Pflegediensten oder auch ohne.

      Danke für Deinen Kommentar und liebe Grüße
      Sara

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  5. Liebe Sara,
    bei diesem Thema sprichst Du mir aus dem Herzen. Ich selbst möchte niemals im Altenheim oder im Krankenhaus landen.
    Meine Tochter ist vor ein paar Monaten zusammengebrochen. Ich rief einen Notarzt, der kam auch und fragte mich nach zwei Minuten, ob ich nicht mit dem "Kind" zum Hausarzt fahren möchte. Das habe ich abgelehnt, im Krankenhaus ist sie dann noch zwei Mal zusammen gebrochen. Was das war, weiß keiner.
    Meine Tante ist 60 Jahre alt geworden. Sie war immer beim Arzt, bei jeder Vorsorgeuntersuchung und klagte immer über Schmerzen im Bauchbereich, der Arzt konnte nichts ernsthaftes feststellen, bis ca. zwei Monate vor ihrem Tod, da wurde dann Krebs im Endstadium diagnostiziert.
    Mein Frau war im Krankenhaus, als ich den Arzt nach der Diagnose fragte, nannte er ein zwei Fachbegriffe und empfahl mir das mal zu googeln.
    Ich selbst wurde von einer Katze gebissen und an der Stelle war am nächsten Tag eine wirklich große Beule. Mein damaliger Hausarzt verweigerte die Behandlung mit der Aussage: "Das könnte Gasbrand sein. Das ist tödlich." Wenigstens war er ehrlich. Aber die Diagnose war falsch.
    Leider könnte ich so endlos weiter machen.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

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    1. Lieber Wolfgang,
      das ist ja erschütternd! Ich hoffe, es ist nichts Schlimmes!!! Ich weiß eben nicht, wie alt Deine Tochter ist, aber im jugendlichen Alter kann es schon mal zu Ohnmachtsanfällen kommen, die harmloser Natur sind. Kreislauf- und Wachstumsprobleme. Das hoffe ich sehr für Euch!

      Es ist verantwortungslos, wenn man mit einem schon geschwächten Menschen sich noch ins Auto setzen soll und dann erst zum Hausarzt fahren! Aber hier kann man teilweise auch relativ lange auf den Notarzt warten. Inzwischen kann man längst verstorben sein. Daher wähle ich im absoluten Notfall immer 112! Der Rettungswagen oder Hubschrauber kommt wesentlich schneller! Allerdings hat man dann das ganze Procedere mit dem Krankenhaus, Behandlungen, die man evt. nicht will .... aber manchmal bleibt eben leider keine andere Wahl.

      Vor einigen Medizinern, insbesondere Chirurgen, habe ich absolute Hochachtung! Wenn sie nicht wären und uns im Notfall retten würden mit ihrem Geschick, wären wir geliefert! Mein Chirurg hat mir seinerzeit auch das Leben gerettet, das kann ich so sagen. Und dafür bin ich ihm und dem lieben Gott zutiefst dankbar!

      Das erreichbare Alter hängt jedoch absolut nicht von irgendwelchen Meßwerten ab! Die einen werden mit viel zu hohem Cholesterinspiegel 100 Jahre alt, die anderen sterben völlig gesund mit 60! Man wird "abberufen", wenn die Zeit gekommen ist. Genausdo haben wir es hier im Bloggerland schon mit einer lieben Bloggerin erlebt, die auch aus völliger Gesundheit heraus morgens einfach nicht mehr erwachte. Die Frau war fit, soweit wir das hier beurteilen konnten und einige, die sie persönlich kennenlernten. Deshalb halte ich solche Aussagen für kriminell - wie sie meine Mutter vor vielen Jahren von einem Hausarzt zu hören bekam: Frau XY, wenn sie die und die Tabletten nicht mehmen, hätte ich Angst, daß sie einen Schlaganfall bekommen!
      Nun, das habe ich meiner Mutter schon damals gesagt, daß dieser Arzt Unrecht hat! Denn wer sind denn die Leute, die Schlaganfälle erleiden? Etliche von ihnen nehmen über Jahre Blutdrucksenker ein und erleiden dennoch (oder gerade deswegen???) ihre Schlaganfälle. Es kommt auf viele andere Faktoren an. Keine Tablette der Welt kann so etwas verhindern!!! Wer das behauptet, spricht nicht die Wahrheit!

      Und auch so etwas haben wir schon erlebt, u.a. bei meinem lieben Vater, der auch nur 62 Jahre alt wurde. Man stellte eine völlig falsche Diagnose, aufgrund derer man ihn operieren wollte. Er ließ es zu und war danach unrettbar verloren. Ich bin sicher, dass man ihm rechtzeitig auf andere Weise hätte helfen können. Allerdings muß der Mensch dazu bereit sein. Mein Dad verließ sich dann auch lieber auf Ärzte und Krankenhäuser und das war dann sein Ende mit unsagbar viel Quälerei!

      Da hast Du ja so einige Erlebnisse, lieber Wolfgang, die nicht sehr schön sind, hinter Dir! Auch das mit dem Gasbrand, aber Ähnliches kenne ich nur zu gut! Mich hat mal ein militärisch wirkender Arzt (der noch einem KZ hätte entsprungen sein können) als junges Mädel mit einer extrem hohen Dosis Penicillin fast zu Tode gespritzt! Ein Wunder, daß ich den Schock überlebte, seither habe ich jedoch eine Penicillin-Allergie. ;-) Davon abgesehen, daß das Mittel schon total veraltet war . . . Geschichten ohne Ende .... wenn ich die hier alle ausführen wollte, würde ein Buch draus! ;-)

      Daher bin ich lieber mein eigener Arzt und der unserer Familie, soweit möglich. Alles, was nur ein Chirurg tun kann oder Medikamente, die nur durch Ärzte verschrieben werden dürfen, ausgenommen.

      Liebe Grüße und alles Liebe und Gute für Eure Tochter!!!
      Sara

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    2. Liebe Sara,
      meiner Tochter geht es wieder viel besser und wir hoffen, dass es nichts Ernstes war.
      Die vielen negativen Erlebnisse mit verschiedenen Ärzten haben mein Ansehen dieser Zunft schon recht tief sinken lassen, wenn ich natürlich auch positive Erfahrungen gemacht habe und ich sagen muss, dass es auch echte Spezialisten und engagierte Persönlichkeiten unter den Ärzten gibt, die aber, wie mir scheint, doch eher die Minderheit sind.
      Ich versuche immer in mich selbst zu hören, zu verstehen, was mein Körper braucht, mein Körper ist der Einzige, der wirklich weiß, was los ist. Bei den ganzen Medikamenten und auch bei so mancher Behandlung habe ich ohnehin den Eindruck, dass es hier oft nur um Umsatz geht. Ich bezweifle auch, ob es so sinnvoll ist, im Gesundheitswesen nach Profit zu arbeiten, nicht das Geld sondern die Gesundheit sollte an erster Stelle stehen.
      Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende.

      Viele liebe Grüße
      Wolfgang

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    3. Da bin ich aber froh, lieber Wolfgang! Das ist doch ein großer Schreck!
      Mir geht es leider ähnlich mit den Erlebnissen, allerdings halte ich solchen Ärzten zugute, daß sie es im Studium nicht anders gelernt haben, außer wenn es sich um grobe Fahrlässigkeit bzw. menschliche Mängel handelt. Das Medizinstudium hat staatliche Vorgaben, doch es läßt tief blicken, warum einige Ärzte z.B. noch Heilpraktiker werden. Die haben mehr erkannt! Ähnlich ist es in anderen Bereichen, z.B. der Physiotherapie. Auch dazu könnte ich jetzt viel schreiben.
      Hat man "Rücken", wird man irgendwann damit konfrontiert. Osteopathie ist sehr wirkungsvoll, wird aber kaum von den Krankenkassen finanziert. Aber ich will nichts sagen - über Instagram erfuhr ich gerade erst, daß es in Griechenland erst gar keine Osteopathen gibt. Da haben wir es hier ja noch gut, wenn wir auch mehr als die 2. Stunde dann komplett selbst bezahlen dürfen! Dafür ist man dann krankenversichert! ;-)

      Ein Arzt ist immer nur so gut, wie sein Wissensstand oder sein persönlicher Zustand - und damit ist es bei einigen leider auch nicht weit her. Ich habe schon von drogensüchtigen Herz-Chirurgen gehört, Ärzten, die rauchen und dem Alkohol zugeneigt sind .... die ganze Palette ... das ist nicht anders, als in anderen Berufen auch, eher schlimmer. Wobei man die Überlastung dieses Berufsstandes auch sehen muß!

      Und klar, die Pharmareferenten gehen ein und aus - aber es gibt auch positive Beispiele. In unserer Stadt haben wir bspw. eine Facharztpraxis, die nicht mit Pharmareferenten zusammenarbeitet. Ein großes Plakat in der Praxis weist ausdrücklich darauf hin! Eine prima Aktion! Hier wird auf die dicken Provisionen der Pharmaindustrie verzichtet!
      Ich sehe, wir sind da auf einer Wellenlänge! - Auch ich weiß genau, woher meine gesundheitlichen Probleme kommen, so ich denn welche habe und behandele diese selbst bzw. versuche, meinen Lebensstil anzupassen.
      Nur wenn es sich um sehr Spezielles handelt, wofür mir die Mittel fehlen, suche ich auch schon mal einen Arzt auf. Aber ich bin eine SEHR unbequeme Patientin, denn mein - theoretischer - Kenntnisstand befindet sich auch aufgrund meiner Ausbildung auf einem hohen Niveau.

      Ob es ohne Profit ginge .... glaube ich allerdings nicht, wenn ich mir unsere heutige Zeit so anschaue. Das ist ja in eigentlich allen Bereichen so und war in früheren Zeiten auch nicht viel anders, wenn man sich mit der Geschichte einmal auseinandersetzt.. Es gab schon mal den gütigen Hausarzt, der kostenlos oder gegen Naturalien behandelte, aber es gab auch viele Menschen, denen ärztliche Behandlung verwehrt war. Frauen gebaren ihre Kinder auf dem Feld ohne ärztlichen oder Hebammen-Beistand. Und in einigen Gegenden waren es auch die Pfarrer, die heilten, wie Pfarrer Künzle oder Sebastian Kneipp. Ich nehme an, sie nahmen, was ihnen gegeben wurde und wer nichts hatte, wurde dann tatsächlich kostenlos versorgt. Allerdings hatten viele "nichts" ...Heute hängt dann noch einmal mehr an allem, auch der ganze Verwaltungsapparat, das lange, teure Medizinstudium, die Praxisausstattung ... Krankenkassen, Ärztekammern ...

      Stoff für lange Nächte .....

      Liebe Grüße und weiterhin alles Gute für Deine Tochter!
      Sara

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  6. oh - ich kann dir das sooo nachfühlen!!
    schulmediziner & krankenhäuer sehen mich nur im äussersten notfall - der zum glück lange nicht mehr vorbeigeschaut hat!!
    als mein mann die krebs-op hatte - gar nicht alt! - da bin ich über die pflegeszustände auch regelmässig aus dem korsett gefahren! op-technisch war ja alles sehr gut - aber dann!! nach 3 wochen wog der eigentlich stattliche kerl nurnoch 49kg und sah aus wie 90, hatte schwere gichtanfälle und war dem tod näher als dem leben! zum glück heilte die mächtige narbe gut und sobald die drainage raus war habe ich ihn mit hilfe eines freundes abgeholt, meiner heilpraktiker-freundin vorgestellt und selbst die pflege übernommen. nach 3 tagen kriegte er rosige wangen.....
    nun ist das ja bei alten menschen anders - da wird es selten wieder wirklich besser. ICH KANN NUR FÜR MICH SPRECHEN* - aber wenn ich alt bin und dummerweise nicht schnell sterbe, dann hoffe ich dass ich mich an das fläschchen gift erinnere welche für solche zwecke bereitstehen wird. in ein krankenhaus/pflegeheim gehe ich nämlich auf gar keinen fall.
    das foto von mütterchens händen und dem grashüpfer ist zauberhaft! ich wünsche dir viel kraft um deiner ma weiterhin einen schönen lebensabend zu bereiten!
    xxxxx
    *das muss jeder mit sich selbst abmachen, das soll weder ein ratschlag noch versteckte kritik sein.

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    1. Liebe Beate,
      auch Dir danke ich sehr herzlich für Deinen Kommentar! Ich komme erst jetzt wieder an den PC und habe auch erst jetzt die Ruhe, auf die Kommentare hier einzugehen und hoffe auf Dein Verständnis. Auch in Deinem Blog war ich schon ein paarmal, habe angesetzt, doch dann mußte ich - vorerst - aufgeben .... zu viel, was in letzter Zeit auf uns einströmte ...
      Und jetzt hast Du mich aber erschreckt! Mit Deinem Mann! Das habe ich nicht gewusst und hätte ich nicht gedacht!!! Das ist vermutlich schon Jahre her und wie gut, daß er sich so gut wieder erholt hat! Da habt Ihr vermutlich das einzig Richtige getan!

      Auch ich bin nach meiner damligen OP rasch wieder aus dem KH raus! Sie wollten mir noch eine Drainage an die Nieren legen, als ich einen Stau bekam, doch ich wußte die Ursache sehr gut, die mit verschiedenen Umständen in der Klinik zusammenhing. Ich habe den Zustand ausgehalten und mich auf meine Entlassung konzentriert. Sie fanden es zwar unverantwortlich, aber ich blieb fest! Ich wußte, wenn ich DAS machen lasse, kommt eines zum anderen, dann bin ich geliefert. Never .... und ich hatte recht, mein Bauchgefühl trügt mich so leicht nicht!
      Es blieb nichts zurück!
      Alles Weitere habe ich NUR und ausschließlich mit Heilpflanzen behandelt. Vor allem Brennessel! Die hat schnell meinen Eisenverlust ausgeglichen. Aber ich nahm zu der Zeit auch noch andere Tees, z.B. morgens über Wochen und Monate Zinnkrauttee. Schafgabentee ebenfalls, auch Ringelblume oder Goldrutetee, je nach Bedarf. Sauerklee holte ich mir frisch aus dem Wald - man kann so viel machen, die Natur hält es bereit! Ursprünglich haben die Menschen fast alles mit Pflanzen behandelt. Man muß Vertrauen haben ....

      Aber ich weiß, wie das ist, auch ich kenne noch die Zeit, als ich Ängste hatte, wenn ich die Ratschläge der Ärzte nicht befolgte. ;-) ;-) Dagegen hilft nur Wissen, sich viel Wissen aneignen!

      Und nicht ohne Grund werden etliche Schulmediziner später noch Heilpraktiker. Die Schulmedizin ist weitgehend zur Reparaturmedizin und zum Drogenlieferanten verkommen. Ich will aber nicht generell den Stab über sie brechen, denn in manchen Fällen ist sie auch angebracht.

      Und stimmt, alte Menschen erholen sich nicht mehr so leicht. Es ist ja ein langes Leben, das man dann hinter sich hat. Die Energie fehlt, woran soll man sich noch festhalten? Die Kinder sind längst selber "alt" geworden - das ist ein anderes Erleben als bei viel jüngeren Menschen, die noch "alles" vor sich haben. Und doch können auch alte Menschen noch einige gute Jahre haben, wenn sie sich nicht mit zahlreichen Tabletten zuballern lassen, sich zweckmäßig und karg ernähren und ausreichend bewegen.

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    2. @Beate - Teil 2 - da zu lang ;-)
      Um eines würde ich Dich aber herzlich bitten, auch wenn ich Dich davon nicht abhalten kann - Du schreibst hier von Gift! Du Liebe, ich hoffe, Du kennst die Auswirkungen! Ich will das hier jetzt nicht im Detail darlegen, aber so schnell stirbt man nicht von jedem Gift. Besonders Z*ankali bewirkt ein schreckliches Sterben! Das wissen viele leider nicht! Minuten können da gefühlt zu Jahren werden! Ich möchte so etwas nicht erleben!!! Aber ich verstehe Dich sehr gut, wenn Du in kein Pflegeheim willst. Es ist gut, wenn man rechtzeitig Menschen findet, mit denen man das Alter verbringen kann. Da gibt es sicher Möglichkeiten, denn es geht ja vielen ähnlich. Denn wenn man erst soweit ist, wird es schwierig, noch andere Menschen kennenzulernen, mit denen man sich zusammentun und wohlfühlen könnte. Auch hier ist Vorsorge gut. Ich wünsch' es Dir jedenfalls und auch mir wünsche ich, daß mir ein solches Schicksal erspart bleibt! Ich habe ja 3 sehr liebe Kinder. Hoffe ich also das Beste'!

      Danke für Mutters Hände - ja, sie war immer sehr tierlieb und streichelt auch Grashüpfer. :-) Und - ich habe alles schon ganz richtig verstanden! Auch ich will niemand zu etwas raten oder gar drängen! Kann hier nur über meine Erfahrungen und Gedanken/Entscheidungen sprechen!

      Wer Ängste hat und sich besser mit Ärzten, Kliniken und den gängigen schulmedizinischen Methoden fühlt, sollte diese in Anspruch nehmen!

      Vielen lieben Dank nochmal und auf ganz bald!
      Sara

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  7. Das klingt sehr entwürdigend liebe Sara. Gut, dass Du es zum Thema machst, genau wie Ari vor einiger Zeit. Jeder Mensch - egal in welchem Alter - sollte mit Respekt behandelt werden.

    Liebe Grüße Sabine

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    1. Liebe Sabine,
      ich habe wirklich lange überlegt. Es ist ja schon eine Weile her - aber durch aktuelle Ereignisse mußte ich es einfach tun!
      Und genauso ist es - der Mensch hat eine Würde und die gilt es zu achten, ob es kleine Kinder sind, Neugeborene oder ganz Alte!

      Danke für Deine Anteilnahme!

      Liebe Grüße
      Sara

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  8. liebe sara..
    was tun, ist doch die Frage, wie kann man sich und den anderen davor bewahren?
    Was sich in manchen Krankenhäusern abspielt, (wobei mir immer wieder verichert wird, dass es auch anständige mit Rücksicht und Erfurcht vor dem alten Menschen und seiner Krankheit gibt) - was ich gerne glauben möchte, sich allerdings nicht immer bewahrheitet - ist oft unglaublich und oft nicht mit der Überlastung des Pflegepersonals und der Ärzte zu erklären.
    Es gibt Schichtdienste,Nachtdienste - kein Mensch behauptet dass der Beruf einfach ist..
    es liegt oft an der Einstellung der Menschen zum Kranken. Am zeitmangel, am desinteresse, ja auch an der Überforderung in den Notdienstzentralen was ich ja selbst über WH feststellen konnte.
    Eine Eingabe an die offizielle Beschwerdestelle des Krankenhauses bringt manchmal was, die gehen Beschwerden nach, müssen es um den Ruf des KH zu erhalten.
    War es ein privates oder staatliches in das deine Mutter kam?
    ich würde mich auf jeden Fall an die offizielle Beschwerdestelle oder die KV wenden und sehen was sie tut.
    ein Thema das immer dringlicher wird je älter die Menschen werden...
    Jeden von uns kann es treffen und setzt sich dann keiner ein...nun, ich muss kaum mehr sagen, sind wir am A....und verloren.
    Auch ein zeitungsartikel in der Tageszeitung bringt manchmal bei solch offensichtlichen Missständen eine Änderung und bessere Überwachung von behördlicher Seite der Kliniken und des Personals.das klingt hart und durchgreifend, ich weiß das, aber mit Spatzen auf Dächer schiessen hat noch nie geholfen, manches Mal muss man durchgreifen, denn die Politik setzt sich da - nicht ein!!!
    siehe Menschenrechte /den Tierschutz, unsere Umwelt, wo sollte sich der Respekt älteren Menschen gegenüber dann ansiedeln?!...
    ich bin sehr betrübt dass auch du nun diese Erfahrung mitmachen musstest vor allem aber deine Mutter....
    hilflos zu sein, sich nicht wehren können, ein unhaltbarer Zustand der sehr belastend ist....für dich, für sie und auch für uns die wir dies lesen und vielleicht schon selbst erfahren hatten.
    mir fehlen die Worte liebe sara und ich verstehe dich
    nur zu gut...
    herzlichst Angelface....

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    1. Liebe Angel,
      es ist schon nicht einfach, Nachtschicht über Jahre hinweg zu machen! Das geht gegen den Rhythmus der Natur! Und ich glaube auch nicht, daß es so einfach mit Einstellung oder Desinteresse zu erklären ist!
      Ich halte den Menschen generell erst einmal für im Innersten gut - nur die Umstände machen, daß der Mensch sich auf irgendeine Weise wehrt.

      Heute strömt so vieles auf uns ein, werden Anforderungen gestellt, die wir zusätzlich noch zu bewältigen haben. Ärzte und auch in der Altenpflege haben heute viel Verwaltungskram neben ihrer eigentlichen Tätigkeit zu leisten. Es ist immer mehr dazugekommen und immer weniger Entlastung. Wie ich ja schrieb, ist hier der Staat gefordert, für Verbesserung zu sorgen, auf politischer Ebene! doch hier tut sich nichts!

      Was den damaligen Vorfall betrifft, ist es jetzt sicherlich etwas spät, aber das Thema geht uns alle an und wir alle sollten versuchen, jetzt schon unser Möglichstes zu tun, damit diese Zustände sich ändern! In andern Bereichen werden z.B. Unterschriften gesammelt, Verfassungsbeschwerde eingereicht ... darum geht es - nicht wegschauen, denn mich betrifft es doch nicht (noch nicht - ja, aber in ein paar Jahren vielleicht!) - also tätig werden! Auf die Politk können wir lange warten, wie Du es auch schreibst!
      Vielleicht wäre es auch gut, das Alter schon in den Schulen zum Thema zu machen, da könnte noch viel getan werden und manchmal wird es das sogar auch - ich weiß von Schulen, deren Schüler regelmäßig Altenheime besuchen und den Leuten vorlesen, mit ihnen spazieren gehen - sehr schöne Aktionen, einer lernt vom anderen - hier eine dieser Aktionen in unserer Region

      http://bs.cyty.com/kirche-von-unten/archiv/kvu120/Klingende_Br%C3%BCcken_bauen.htm

      Auch an Dich lieben Dank für Deinen Kommentar und Deine lieben Worte!

      Liebe Grüße
      Sara

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  9. Liebe Sara, du hast recht. Gut, dass du dir ein Herz genommen und all die Misstände niedergeschrieben hast. Meine Mutter wurde 90. Wir konnten sie - mit Hilfe der Diakonie - zu Hause pflegen. Meinen Vater Jahre zuvor übrigens auch. Über die Pflegekräfte kann ich absolut nichts schlechtes sagen. Sie haben meine Eltern immer sehr gut behandelt. - Mit Krankenhäusern hab ich nicht so die Erfahrung. Doch eine Freundin erzählte letztens von ihrer Tochter. Sie ist 27, zum 2. Mal schwanger, und wurde mit dem Verdacht auf einen Schlaganfall vom Arzt mit einer Überweisung ins Krankenhaus geschickt (was für mich auch schon fahrlässig ist). Dort hat sie 2 Stunden gewartet, bis sie dran kam. Das finde ich auch alarmierend. Es war dann Gott sei Dank 'nur' der Trigeminus-Nerv. --- Das Bild mit der Hand deiner Mutter ist übrigens etwas ganz besonders Wertvolles! --- LG Martina

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    1. Liebe Martina,
      danke auch Dir für Deine Zeilen!
      Es ist schön, daß Deine Mutter auch Zuhause bleiben konnte, wie auch Dein Vater! Ins Heim möchten die wenigsten freiwillig.
      Was den vermeintlichen Schlaganfall betrifft - da nützen dann all diese Kärtchen, die immer so gern verteilt werden "Bei Schlaganfall 112 wählen" absolut nichts! Denn wenn es drauf ankommt, kann man lange warten und verstirbt während dieser Zeit. Und gar nicht mal aus böser Absicht, denn die Kliniken sind ja auch überlastet!

      Ich/wir haben auch viele nette Erlebnisse mit Ärzten wie auch Pflegepersonal machen können, die sich trotz engem Zeitrahmen besonders liebevoll gekümmert haben. Sogar meine Mutti war sehr erstaunt, wie liebevoll sie ganz besonders in einem Krankenhaus behandelt wurde. So selbstverständlich ist das heute nicht mehr und dafür sind wir auch sehr dankbar! Übrigens - und das möchte ich hier einmal ausdrücklich betonen, waren unter diesen fürsorglichen Ärzten und Pflegekräften viele Ausländer! Nur mit der Verständigung hapert es zuweilen, aber all das ist auf politische Probleme zurückzuführen. Die mündigen Wähler haben es scheinbar nicht anders gewollt. ;-)

      Liebe Grüße und Danke! Das würde meine Mutti jetzt sicher sehr freuen! :-)
      Sara

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  10. Also ich finde das undenkbar, Hilfe darf doch nicht am Alter des Patzienten gemessen werden!
    LG Heidi

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    1. Leider geschieht das so, liebe Heidi! Ich hätte es vorher auch nicht geglaubt, wenn wir es selbst nicht so erlebt hätten! Sicher ist das nicht überall und zu jeder Zeit so, aber es sollte überhaupt nicht vorkommen! Und leider höre ich es auch immer wieder, dass es vorkommt.

      Liebe Grüße
      Sara

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  11. Liebe Sara,

    das ist ganz furchtbar, was Ihr da erleben und mitmachen mußtet, und deine Wut und dein Entsetzen darüber ist total verständlich. Wie kann man nur so - inkompetent, unmenschlich - reagieren?? Doch leider hört man immer wieder von solchen oder ähnlichen Vorfällen, wie du es hier beschreibst ..mit unserem Gesundheitssystem scheint einiges im Argen zu sein.

    Natürlich gibt es auch die andere Seite ..Fälle, wo Menschen nur dank schnellster Hilfe gerettet werden konnten, und wo Ärzte auf den Punkt reagieren..ich hatte bei der Krebserkrankung meiner Mom diese Erfahrung gemacht ..bzw sie ..dass ihr Arzt superschnell reagiert hat, und auch alles Weitere richtig gut verlief.

    Aber es gibt eben leider auch oft die anderen Fälle ..und diese Sichtweise auf alte Menschen, wie du es beschreibst, das finde ich furchtbar. Wie du sagst - jeder Mensch ist, auch im Alter, immer noch "ich", er fühlt sich nicht irgendwie anders, das Ich-Bewußtsein und das Empfinden von Glück, Traurigkeit, die Bedürfnisse und Wünsche und Sehnsüchte ..die sind ebenso vorhanden, wie bei jungen Menschen ..

    Unsere Gesellschaft stilisiert das Ideal von Jugend und Schönheit immer noch viel zu sehr.

    Alt, nicht so hübsch, nicht so beweglich ...? das ist nicht "angesagt", das wird oft lieber unter den Teppich gekehrt. Aber man kann menschliche Seelen nicht einfach so "unter den Teppich kehren".

    Für deine Mutter ganz viele gute Wünsche!! möget Ihr noch eine lange gemeinsame Zeit haben.

    Alles Liebe,
    Birgit

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    1. So ist es! Für mich die reinste Horror-Vorstellung, wie dann mit alten wehrlosen Menschen verfahren wird! Erst heute wieder gab es ein anderes Beispiel. Hatte nichts mit Ärzten zu tun, aber doch mit medizinischen Hilfen. Auch da fühlt man sich nicht wirklich ein, "glaubt", daß der alte kranke, speziell bedürftige Mensch das braucht, was "alle alten Leute" eben so benötigen. Wie differenziert aber hochaltrige Menschen zu betrachten sind, wie differenziert die diversen Krankheitsbilder und Auswirkungen dieser und dementsprechend die Bedürfnisse z.B. orthopädischer Hilfsmittel sind, dafür fehlt so manchem das Verständnis. Entweder es wird nicht gelehrt in der Ausbildung oder es mangelt an umfassender Intelligenz, Intuition, das ganzheitliche Denkvermögen, das solchen Leuten fehlt.
      Ich wage nicht, mir auszumalen, wie es einem selbst ergehen würde in dieser Situation, denn ob es DANN besser sein würde, wage ich zu bezweifeln! Wie gut, wenn man dann liebe Menschen hat, die sich mit um die Bedürfnisse kümmern.

      Mit dem Gesundheitssystem ist in der Tat so Einiges im Argen! Da stehen wirtschaftliche und politische Interessen im Hintergrund. Denn oft habe ich es auch erlebt, dass die Menschen, die in diesem System arbeiten, mehr als bereitwillig sind, sogar aufopfernd, über ihre Arbeitszeit hinaus bleiben, um die Kranken zu betreuen! Das ist auch nicht selbstverständlich! Viele sind einfach überlastet! Leider ist das Management oft so knapp, daß es hinten und vorn nicht reicht mit dem Personal, zumal dies heutzutage viele bürokratische Aufgaben zu leisten hat, was von der Zeit für die Patienten leider abgeht.

      Oh, das wußte ich nicht mit Deiner Mom! Das berührt mich jetzt zutiefst!
      Wie gut, daß ihr schnell geholfen werden konnte!!!

      Ich selbst habe auch einerseits gute Erfahrungen mit Ärzten gemacht, als ich vor einigen Jahren sehr krank war und dem Tode näher als dem Leben. Ich war aber noch keine 80 oder 88, wie meine Mutti jetzt fast ... sonst hätte ich mir vielleicht auch anhören dürfen, ich hätte doch mein Leben gelebt ....

      Ein Problem ist eben auch die Hilflosigkeit, denn das ist ja nun mal ein Alter, in dem viele schon längst nicht mehr leben. Andererseits werden heute etliche eben auch sehr alt. Aber fast immer ist das ein Mensch, der sich vom Kopf her so fühlt wie seit eh und je und der leben WILL! Denn wie oft hört man, das ist doch ein "schönes" Alter, der oder die hat doch sein Leben gelebt, irgendwann muß genug sein .... all diese Sprüche! Doch wenn dann der Tag da ist und der kommt (und zwar fast immer plötzlich!), wenn er kommt (und man nicht früher abtreten muß) für jeden von uns, will man ja nun auch nicht endlos leiden und hofft auf Hilfe.

      So wie Du es schreibst, ist es nicht beliebt heute, aber auch die Langsamkeit - ich finde es ganz furchtbar entwürdigend, wenn einem alten Menschen das Wort aus dem Munde genommen wird, er regelrecht "überfahren" wird, weil er nicht schnell genug reden , dem Gespräch nicht rasch genug folgen kann. Oder wenn über den Kopf hinweg einfach nur die Kinder angeschaut und angesprochen werden! Aber das macht man leider auch mit Behinderten, z.B. Sprach- oder Hörbehinderten!

      Unsere Gesellschaft ist rein auf Geschwindigkeit ausgelegt, doch da beißt die Katze sich leider in den Schwanz, denn alle, die heute bei dieser Hektik mittun, wird es später auch einmal treffen! Wenn es so weitergeht! Man tut also gut daran, nicht in dieser Mühle mitzutreten!

      Ich danke Dir von Herzen für Deine lieben Wünsche und wünsche mir/uns auch, daß wir noch lange Zeit miteinander haben und dasselbe wünsche ich auch Dir und Deiner Mom!

      Von Herzen
      Sara

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