Dienstag, 5. April 2016

Verkleinern ...



Die Lenzrosenblüten im Glas würden ja eher in meinen Garten-Blog passen und doch passen sie heute auch hier .... es geht ums Verkleinern .... Verringern .... des Hausstandes ....

Wir bewohnen derzeit noch zu Dritt ein für uns relativ großes Haus. In Vorausschau auf das Leben ohne Kinder benötigen wir auch nicht mehr so viel Hausrat, denn all das will verwaltet  und auch von Zeit zu Zeit gereinigt werden. Es macht die Schränke nur unnötig voll und nimmt die "Luft zum Atmen".
Immer wieder stelle ich fest, daß ich wegen all dieser Verwaltungsaufgaben, wie ich das mal nenne, immer noch zu viel  Zeit im Haus verbringen muß, die ich lieber entweder für den Garten oder die freie Natur, Sport oder kulturelle Veranstaltungen bzw. Treffen mit lieben Menschen aufwenden möchte.

Da hilft nur, sich von Dingen zu trennen, um mehr Zeit und Raum für all das zu haben. Außerdem lähmt zu viel Besitz auch und es macht den Kopf frei, wenn man sich von Dingen/Gegenständen/Sachen beizeiten lösen kann.



2013 hatte ich noch Freude an den türkisen italienischen Eisgläsern. Doch ich stellte fest, daß wir sie schon seit Jahren nicht mehr benutzt haben, da wir zuhause gar kein Eis mehr essen! 

Die Gläser sind zwar ein Hingucker, sie werden aber nicht mehr gebraucht! Auch meine Kinder zeigten kein Interesse daran. Die jungen Leute neigen ohnehin nicht sehr zum Besitz von vielen Dingen. Für eine größere Party leihen sie lieber Geschirr aus, als dieses jahrelang zu bevorraten  für dann doch zu seltene Gelegenheiten. Und wenn sie wirklich einmal daheim ein Eis essen, tut es zur Not auch eine einfache Tasse oder ein Multifunktionsschälchen. ;-)



Viele Glassachen aus dem mit 2013 verlinkten Post besitze ich inzwischen nicht mehr. Alles hat seine Zeit - ich hatte eine ganze Weile meine Augenfreude daran, nun soll sie jemand anderes haben.



Und nicht nur, weil es farblich passt .... sondern so gut zum Thema .....


diese Inschrift an einem alten Grabmal, das ich vor kurzem auf einem alten Friedhof in unserer Stadt entdeckte, als ich dort die schöne Frühjahrsblüte der Blausternchen bewundern wollte.

Ja, nur Pilger sind wir auf dem Erdenball und selbst die allerlängste Lebenszeit
verweht so rasch im Meer der Ewigkeit.

Leider vergessen wir das immer wieder, bis wir durch das Ableben irgendwelcher uns nahestehender oder in sonst einer Weise bekannter Menschen daran erinnert werden. Und je länger wir leben, desto häufiger werden wir damit konfrontiert. Es hilft alles Verdrängen nichts! Eines Tages erwischt es einen jeden von uns und es ist gut, beizeiten loslassen zu lernen.

All das Anhäufen von Besitztümern ist auch aus diesem Blickwinkel zu betrachten . . . wie viel Sinn es überhaupt macht, kostbare Lebenszeit damit zu verschwenden, viel Geld  zu verdienen, um sich all dem Stress, der damit verbunden ist, auszusetzen, um all diese erstrebenswerten Güter erwerben zu können und am Ende ist die Lebensspanne nur mehr kurz, um all das - wenn überhaupt - geniessen zu können . . . 


Und so trenne ich mich auch von diesem kleinen Väschen .... und beschränke mich jetzt erst einmal auf mein verbliebenes farbloses Glas .... da ist noch reichlich genug .... so viele Vasen und Väschen unterschiedlicher Farben braucht es nimmer .... vielmehr ist wichtig, auf die Zeit zu schauen, die für all das noch bleibt . . .

Ich geh' dafür lieber mal pilgern .... in echt jetzt! :-)



Diesen Post hätte ich gern bei Traude/Rostroses Aktion A New Life #3 verlinkt, war jetzt jedoch leider zu spät dran ....

Inzwischen habe ich diesen Beitrag bei Traudes aktueller Aktion A New Life #4 - Leben ohne Palmöl, verlinkt, auch wenn dieser Post nichts mit Palmöl zu tun hat . . . es geht generell um unsere moderne Lebensweise, um das Zuviel, das wir besitzen und nicht brauchen, das uns belastet, unfrei macht, das wir mit denen teilen können, die weniger oder gar nichts haben! Großzügig sein, verschenken, nicht alles verkaufen wollen! Von Herzen gern geben, denn das sind doch Dinge, die wir gar nicht mehr wirklich gebrauchen können, die nur die Schränke füllen. Auch wenn sie einst unser Auge erfreuten.
Wer gibt, bekommt tausendfach zurück besagt ein altes Sprichwort und da ist so viel Wahres dran!
Festhalten lähmt, Geben bringt sehr viel ein! Es darf nicht alles immer am Materiellen gemessen werden!

Herzlichst
Eure



Kommentare:

  1. Stimmt , alles hat seine Zeit , Manches mal braucht es nur ein wenig davon und schon ist es ganz anders wie zu vor :)
    LG Heidi

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  2. "Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir"
    Da muss ich an Brahms denken und an seinen von ihm vertonten Hebräer-Vers.
    Sich´s leichter machen, jaaa, das ist etwas, was ich lernen muss.
    Liebe Grüße,
    Angelika

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    1. Am Anfang ist das nicht einfach, liebe Angelika, aber ich hab's schon früh lernen müssen, u.a. durch diverse Umzüge bedingt und mein Mann hat es auch nicht zu gern, wenn das Haus überfüllt ist. Da muß man einen Konsens finden.
      Aber ich arbeite auch immer wieder aufs Neue daran, denn im Leben kommen doch immer auch wieder neue Dinge dazu, das ist ganz einfach so ...

      Liebe Grüße
      Sara

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  3. Ja... leider gibt es einfach zu viele schöne Dinge - alle nicht selbst gekauft sondern quasi mit dem Haus übernommen. Wegwerfen mag ich sie nicht... also lasse ich sie einfach meine Erben entsorgen. Hab ich kein Bock drauf... auf ausmisten oder so ein Zeug. LG Sunny

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    1. Da muß ich gerade an einen damals gekauften Resthof denken und all die Herrlichkeiten, die wir dadurch mit übernahmen. ;-) Weniges existiert heute noch. Doch das Meiste wurde durch weitere Umzüge dezimiert. Insofern haben Umzüge auch etwas Positives ... man sieht klarer, wie viel man besitzt - was man seit einem Jahr oder länger nicht angefaßt hat, wird dann ausgemustert, weil die Wahrscheinlichkeit, es jemals noch zu brauchen, gering ist. Bis auf besondere Andenken ...

      http://mein-waldgarten.blogspot.de/2012/05/der-kauf-eines-alten-bauernhauses.html

      Und da wir Haushalte unserer Großeltern und Schw.eltern entrümpeln mußten, wollen wir unseren Kindern so etwas einmal nicht antun. Die Kids schimpfen eh schon, daß es immer noch "zu viel" ist, was wir haben., ;-) Eine meiner Großmütter hatte auch zu Lebzeiten vorgesorgt, indem sie uns wenige Jahre vor ihrem Tod schon nach und nach hat aufräumen und Dinge fortgeben lassen, da sie wohl das Lebensende nahen spürte. So war am Ende nicht mehr so viel zu tun, worüber wir wirklich froh waren, das es so abgelaufen war.
      Und eines habe ich aus alledem gelernt .... beizeiten loslassen lernen ist gut für die Seele ... denn als mein Leben einmal auf Messers Schneide stand, hätte ich mit dem Loslassen wohl noch mehr Probleme gehabt ... so hab' ich es schon rechtzeitig geübt und es wäre vor allem das Loslassen von Menschen und dem irdischen Leben gewesen ...
      Aber es ist schon ein Angehen, wenn man viele Dinge besitzt - das Ausmisten dann einmal in Angriff zu nehmen. Wir wurden ja quasi durch die Umzüge dazu "gezwungen". ;-)

      Liebe Grüße
      Sara

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  4. Ein sehr wahrer Post, liebe Sara!
    Ich wünsche Dir einen schönen und glücklichen Tag!
    ♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥

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  5. Hallo Sara,
    es sammeln sich im Laufe der Zeit so viele Dinge an, von denen man sich nur schweren Herzens trennen möchte. Aber wenn eine Sache "ausgeliebt" ist, darf man sie ausmustern. Wie Du schon geschrieben hast: Es freut sich jemand anderes darüber.
    Morgen habe ich wieder einen Termin in der Stadt und nutze diese Gelegenheit für einen Bummel durch den 'Alten Friedhof'. Daran musste ich denken, als ich Dein Bild vom Grabstein sah. Hoffentlich regnet es nicht!
    Liebe Grüße von Ingrid

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  6. Liebe Sara,

    ich freue mich über die Verlinkung deines Posts auch bei ANL #4 ab 15.4. sehr! Was du über das Loslassen schreibst, ist wahr und richtig… andererseits hätte ich mich bei meinen Eltern und Großeltern gefreut, wenn sie mir doch ein paar mehr schöne Stücke aufgehoben hätten – so wurde z.B. das Hochzeitssilberbesteck meiner Eltern von meiner Mutter mal an irgendwen verschenkt und ihr Bernsteinanhänger auch… um nur einige wenige Beispiele zu nennen, um die es mir wirklich leid tut. Aber wie sagt mein Bruder immer so schön: „Es ist alles nur geborgt.“ Und damit hat er natürlich vollkommen recht, wir sind nur Gast auf Erden…

    Ich danke dir für deine wie immer lieben und nachdenklichen Zeilen bei mir! Hoffentlich bis du inzwischen wieder fit und gesund!!!

    Ich wünsche dir wunderschöne Frühlingstage!

    Herzlichst, die Traude

    ♥∗✿≫✿✿✿≪✿∗♥

    http://rostrose.blogspot.co.at/2016/04/noch-ein-fruhlingsspaziergang.html

    ♥∗✿≫✿✿✿≪✿∗♥

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    1. Gerne verlinke ich diesen Post dort dann, liebe Traude.
      Und ich glaube, Männer denken ohnehin oft anders oder Dinge/Gegenstände. Ich hab' schließlich Söhne .... dernen brauchte man keinen Bernsteinanhänger zu vererben, mal so als Beispiel .... die wollen keine Sachen erben. Sie haben auch ihren Hausstand sehr aufgeräumt und nahezu alles, was aus der Kindheit stammte, beizeiten ausrangiert. Loslassen .... um sich frei und wohl zu fühlen ... und wenn ihnen an etwas gelegen ist, dann eher an 'Schotter', denke ich *lach* Das ist das, was der Mensch oft am dringlichsten braucht. Wenn auch das vergänglich ist, es ermöglicht aber so viel ...

      Liebe Grüße
      Sara

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  7. Liebe Sara,
    Ja es stimmt so 100% und wir beide sind immer häufiger damit konfrontiert worden wenn wieder ältere Freunde wegfallen. Was geschiet mit allen Sachen was der Mensch ein Leben lang gesammelt hat?
    Deswegen bin ich auch so ganz intensiv dabei um all unsere Foto Albums ein zu scannen. Damit kommt schon unheimlich viel Platz im Schränke, auf Regale wo die immer liegen.
    Ich habe schon ein drittel geschafft und auch die schlimmste da es viel zu suchen gab an Hand vom Tagebuch (Gott sei Dank!) da die frühere Bilder keine Datei hatten... Was hat sich doch viel geändert! Ich war gar nicht froh mit mehr als ein Album mit Bilder wo die Ecken abgerundet waren. Oh meine Güte die musste ich alle bearbeiten um es wieder tonbar zu machen.
    Auch geniesst man von vielen Erinnerungen und es wird mal toll sein um die eingeordnete Temen mal als Slide Show an zu schauen auf das Mac.
    Ich hatte vorher ja alle Diapositive eingescannt für Pieter's adaptiv Tochter und auch hatten wir alle Albums von sein Bruder/Mutter... Das hat mich soviel Zeit weggenommen und ich habe erst das gemacht. Nun gehts aber weiter mit unser Leben!
    Wenn man so alles von beiden Seite der Familie hat, ist es schon viel Arbeit.
    Später kann ich dann noch die lieben Briefe meiner Mutter Einscannen un mit den Geschwister teilen.
    Pieter hat es heute geschafft um den letzten Pflanzen aus dem Gewächshaus wieder ums Haus zu fahren mit Hilfe des John Deere's. Er war sehr müde davon und ich war auch müde vom allen Teksten zu kopieren von meine Webseite. Am Sonntag bekam ich so ganz nebenbei die Nachricht das mein Webmaster diesen Monat die Arbeit (Nebenarbeit) aufheben will! Oh Gott, musste ich alles retten und screenshots machen damit ich weiss was und für wieviel und welches Gewicht zum Versand. Sonst wäre es ja ein Drama gewesen. Ich hab's aber geschafft und ich hoffe eine Freundin via FB hilft mich um alles ein zu teilen auf mein 2012 Konto von Wordpress das ich dan als Website zum Verkauf benötige.
    Immer etwas sagt eine liebe Freundin hier in Dublin, Georgia, sie hat 7 Jahre in Deutschland gelebt. So ist es aber auch es kommt soviel auf uns zu womit man garnicht rechnet im Leben.
    Ganz liebe Grüße,
    Mariette

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    1. Liebe Mariette,
      auch ich hatte bereits begonnen, Fotos einzuscannen. Allerdings besitze ich so viele Fotos, das werde ich nie im Leben mehr schaffen, denn ich will ja nicht die ganze Zeit nur mit dem Sitzen am Computer verbringen. So arrangiere ich mich damit, daß das meiste einst irgendwo landet, denn unsere Kinder zeigen bislang kein besonderes Interesse daran, auch an den Fotos nicht. Mit dem riesigen Dia-Archiv meines Schwiegervaters war es nicht anders. Wir hätten das nie bewältigen können, daher haben wir es großteils fortgegeben.
      Oh, ich wußte gar nicht, daß Du einen Wordpress-Blog hast? Aber Du schreibst Website? Oder hast Du den Blog als Website genutzt? Ich schaue nachher mal vorbei.

      Liebe Grüße
      Sara

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  8. Ja, was für ein Problem. Ich glaube, daß ich im Gegensatz zu manch anderem Haushalt nicht allzuviel angehäuft habe, aber es hat sich doch summiert...und was macht man damit??? Die Bücher, keiner will sie mehr, die CD`s,das Geschirr. Wie kriegst Du denn nun die Gläser los? Mir fällt nur e-bay Kleinanzegen ein. Würde ich nochmal geboren, würde ich ALLES anders organisieren.

    LG
    Brigitte

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    1. In unserem Land haben wohl alle reichlich, es sammelt sich, wie Du schon schreibst, mit der Zeit an, wenn man nicht regelmäßig aussortiert. Ich verschenke die Sachen. Mit Verkäufen will ich mich nicht belasten. Es gibt viele Sozialkaufhäuer, die Diakonie, das DRK - alles ist für einen guten Zweck. Es macht ja wenig Sinn, nur weil man nicht imstande ist, Dinge zu verkaufen, darauf trotzdem sitzen zu bleiben, wenn man sie nicht mehr möchte oder sie einen belasten. Daher ist das für ich der einfachste Weg. Und zugleich tue ich damit noch ein gutes Werk.

      Liebe Grüße
      Sara

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  9. ich weiß dass mich meine Kinder einmal "verfluchen" werden..;)
    aber ich mag mich nicht trennen.. ich empfinde dabei auch keine Erleichterung
    eher "Schmerz" über Dinge die irgendwie verloren gingen..
    wenn sie später einmal alles entsorgen werden weiß ich nichts mehr davon
    und vielleicht entdecken sie auch Dinge die sie behalten mögen
    vielleicht stammt es aus meiner Kinderzeit..
    andere Kinder hatten Onkel Tanten Großeltern die in ihren Häusern auch kleine "Schätze" hatten ..ich hatte nichts.. wir lebten in einem Zimmer ohne Erinnerungsstücke
    ich würde am Liebsten alles bewahren.. und finde es so schade dass ich nie zu einem Haus gekommen bin..
    aber jeder muss es so halten wie es ihm bekommt ;)
    deine Gläser sind übrigens wunderschön
    liebe Grüße
    Rosi

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    1. Tja, das ist ja auch nicht so einfach, sich zu trennen, wenn man das noch nicht gewöhnt ist, ob von Menschen oder Dingen. Bei mir kam's - wie mehrfach geschrieben - einmal durch unsere Umzüge und man gewöhnt sich dran - jetzt ist es eher eine Erleichterung für mich, nicht zuviel Zeug mit mir herumzuschleppen. Besitz kann sehr unflexibel machen, außerdem ist es eine gute Übung für später, jetzt schon loslassen zu lernen, denn das kommt auf jeden von uns einmal zu. Auch wenn man das verdrängt. Es heißt ja nicht, daß wir nicht zu viel oder keinen Besitz haben sollen, aber die zu enge Bindung an Besitz, an Dinge, kann ungesund sein und unfrei machen. Das habe ich alles schon erlebt und kann jetzt die Dinge viel leichter wieder fortgeben, wenn ich mich dran sattgesehen habe. :-) Ein Gefühl der Freiheit und des "Jederzeit-Aufbrechenkönnens" - denn der Mensch hat nicht nur Sesshaftigkeit in seinen Genen. Besitz kann eben auch sehr immobil machen. Aber das muß jeder wirklich für sich selbst herausfinden, dafür gibts kein Patentrezept und auch ich hatte Zeiten, während der ich noch sehr manchen Dingen verhaftet war. Hätte mir damals jemand gesagt, ich solle dieses oder jenes fortgeben, hätte ich denjenigen aber angeschaut, ob der noch richtig tickt *lach*
      Ich verstehe also beide Seiten.
      Bewahren kann man leider nichts - eines Tages, wenn man nicht mehr ist - wer weiß, was dann mit den Dingen geschieht, darauf haben wir absolut keinerlei Einfluss. Die jungen Leute wollen vieles nicht, auch Häuser nicht, die verkaufen sie lieber und nehmen das Geld für Anderes oder ganz andere Häuser.

      Wir hatten übrigens, als ich Kind war, auch nicht viel. Das haben wir uns erst später alles erarbeitet. Aber es wurde mir - wie gesagt - irgendwann "zu viel" .... ich hab' die Unfreiheit gespürt, eine gewisse Abhängigkeit vom Besitz, das Abstaubenmüssen, all das, was zur Verwaltung von Gegenständen gehört, wie man drinnen sein muß, um mehr zu arbeiten anstatt draußen etwas für Leib und Seele zu tun.

      Ich versteh' Dich auch sehr mit dem Haus - aber auch das sind Phasen - sieh, ich bin bald froh, wenn ich kein Haus mehr habe! Denn es belastet einerseits auch. Ich möchte gern Reisen, viel mehr Kultur erleben und mich - so seltsam das aus meinem Munde klingen mag - mich nicht mehr von Garten"arbeit" dominieren lassen - denn in der wärmeren Jahreszeit komme ich bald zu nichts anderem mehr. Alles hat seine 2 Seiten, die merkt man erst, wenn man ein solches Leben führt.
      Ich weiß, wie groß die Sehnsucht nach einem Haus sein kann, doch sieh es so - dafür kannst Du vielleicht Dinge tun, die Hausbesitzern nicht gegeben sind, weil ihnen dafür wenig Raum bleibt. Von den Kosten ganz abgesehen .... nicht alle sind ja so wohlhabend und müssen viele Jahre lang für ein Haus sparen, können sich erst aufs Alter etwas leisten, dann jedoch sind sie nicht mehr fit ...

      Die Gläser habe ich inzwischen fortgegeben, sie sind sehr schön und ich hatte lange Freude daran. Nur jetzt belasteten sie mich zunehmend und meine Kinder zeigten kein Interesse daran.

      Liebe Grüße
      Sara

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