Sonntag, 17. April 2016

Durch das Herz betrachtet . . .



Es bewegt inzwischen schon viele Blogger und - innen, und erst kürzlich las ich es wieder bei unserer lieben Frau Hummel/Mses Bumblebee .... daß es ein Reizthema sei. So sehe ich das eigentlich gar nicht.
Schließlich sind das immer die selben Muster: alles was neu ist oder ungewohnt, stößt nach psychologischen "Regeln" bei vielen naturgemäß erst einmal auf Widerstand. Denn klar - wer will schon liebgewordene Gewohnheiten aufgeben? Selbst wenn sie letztendlich zerstörerisch sind??
Da handeln Erwachsene ganz genauso wie kleine Kinder! ;-) :-)

Was ist das Reizthema in diesem Falle?

Es geht um Konsumverzicht bzw. Überdenken des Konsumes, nicht mehr "alles" haben müssen, nur weil es gerade angesagt ist, auf die Materialien und Herkunft der Dinge achten .... Dinge, die ich nicht unbedingt brauche, auch nicht kaufen ....
Dies und sicherlich noch so Einiges  zählt wohl zum derzeitigen Reizthema - ob derzeit Thema Nr. 1, weiß ich nicht, so genau analysiere ich das derzeit aufgrund einiger privater Probleme leider nicht, da mir dafür schlichtweg die Zeit fehlt.

Doch ich beobachte sehr wohl, daß nicht nur in den Blogs die Rede vom Reduzierenist , vom "Weniger ist mehr" . . . und da komme ich auch gleich auf mein heutiges Thema ...


Im letzten Jahr entdeckte ich das Magazin "Herzstück" (und auch das ist jetzt keine bezahlte Werbung!) und war ganz angetan vom Inhalt.

Die Ausgabe war schon von Januar Februar 2015 - doch war ich aufgrund dramatischer familiärer Ereignisse  bis jetzt nie so richtig dazu gekommen, das Heft einmal in Ruhe durchzulesen. Nun hatte ich mir endlich einmal die Zeit genommen und war ganz  angetan von all den weisen Worten und Erkenntnissen, die darin  Niederschlag fanden.

Es ging  in diesem Heft  um vielerlei "Weniger ist mehr"  . . . . .

In dem Heft komme viele meiner eigenen Gedanken zum Ausdruck, teils aus eigener bitterer Erfahrung, denn auch ich lebte einst auf der sog. Überholspur!!! Und habe das mehr als bitter bereut!

So ist im "Herzstück" z.B. ein übervolles Bücherregal abgebildet und es wird beschrieben, wie unser Gehirn  Mühe hat, mit einem solchen Regal zurande zu kommen. Aber anstatt auszumisten, quetschen die meisten von uns immer NOCH MEHR Bücher hinein, im guten Glauben, daß NOCH mehr Bücher NOCH schlauer machen. Doch leider - das Gegenteil ist der Fall!  Wir befriedigen hiermit lediglich den Haben-Wollen-Trieb, doch der nützt uns am Ende nichts.

Ich kann da auch aus eigener Erfahrung sprechen -  immer mehr und immer neue Gartenbücher bringen leider  nicht den gewünschten Effekt! Das Gegenteil ist der Fall! Irgendwann sucht man nur noch nach Informationen und schaut dann doch bloß ins Internet, weil man in all den vielen Büchern die Stellen, nach denen man suchen würde, doch nicht mehr wiederfindet. ;-) Zu viele Bücher zu mehr oder weniger ein und dem gleichen Thema! ;-)

Nun möchte ich hier niemandem das Schreiben neuer Bücher verwehren oder mich gar gegen Bücher stellen, das nicht!
Es geht nur um ein persönliches Zuviel des Einzelnen, um ein Überlegen, ob man das zehnte Buch zum Thema nun wirklich noch braucht, da doch schon so gut wie alles in älteren Exemplaren bereits gesagt wurde, die freilich nicht so toll bebildert sind, wie die modernste Ausgabe.  Doch von Bildern sind wir ja eh schon Tag für Tag umgeben durch das Internet und das mehr als genug!





Denn was für den Computer gilt, gilt auch für Bücher - es gilt für alle Lebensbereiche, die mit Informationen und Lernen zu tun haben.
Zu viele Informationen verwirren uns nur anstatt uns zu nützen! Leider reagieren wir eben genau entgegengesetzt. 

Wir bekommen heute zu viel Information und dieser Überfluss verwirrt unser Gehirn!


Wenn wir durch dieses Zuviel verwirrt werden, glauben wir unserer Verwirrung nur durch NOCH MEHR Informationen Herr zu werden. Das ist ein folgenschwerer Trugschluß, ein  Circulus virtuosus (Teufelskreis!), an dessen Ende ein Informations-Erschöpfungs-Syndrom steht, ein Zusammenbruch - heute nennt man es Burn-out früher nannte man es schlichtweg Nervenzusammenbruch. Aber gut, die Nerven sind ja schon immer ein heikles Thema gewesen und so hat man das Ganze eben elegant umformuliert! ;-)

Mit Sicherheit folgt der Zusammenbruch dieser künstlichen Konstruktion des Immer-mehr-Habenwollens - des Immer-mehr-Wissenwollens! Und der Zeitpunkt ist leider völlig offen ... so daß wir uns kaum drauf einstellen können - wenn wir nicht umkehren ....

Wenn wir also vergesslich und erschöpft werden, ist das kein Wunder! Denn so viele Eindrücke, wie wir sie allein schon übers Internet serviert bekommen, verkraftet kein normales Gehirn auf Dauer! Wir werden vergesslich, verwechseln Dinge. . . der Organismus wird anfälliger, gleichzeitig verbringen wir zu viel Zeit im Sitzen und geben unserem Körper nicht mehr das, was er WIRKLICH BRAUCHT - der Teufelskreis ist also im vollen Gange!

Wir müssen also nicht nur einen Gang zurückschalten, wenn wir der Reizüberflutungs-Falle entgehen wollen, denn die macht vergesslich, nervös und letztendlich krank! Unser Hirn bleibt das Gleiche, es kann nur ein gewisses  Level an Informationen adäquat verarbeiten, alles andere belastet unser Nervensystem unnötig.

Darüber wurden bereits Bücher geschrieben, u.a. vom Neurowissenschaftler Daniel J. Levitin "The organized mind" oder auch das Buch "Genug" von John Naish. Sicher gibt es noch einige andere mehr.

Aber ich weiß schon jetzt, die meisten von uns wollen nicht "hören" - wie kleine verwöhnte Kinder eben und lassen alles so weiterlaufen bis - ja bis es zu spät oder fast zu spät ist.

Heute Bloggen und Kommentieren, aber auch noch der Erwerbstätigkeit nachgehen oder Kinder großziehen, den Haushalt managen - vielerlei Aufgaben mehr und alles nur nebenbei, versteht sich - dann mal schnell ins Facebook schauen oder bei Instagram mitmischen, denn wie dürfte man sich all die aktuellen Bilder entgehen lassen - dann ist man ja nicht mehr "drin" in "seinen Kreisen" und top informiert - es geht schließlich alles ganz schnell ... Pinterest ist außerdem so interessant, ach ja und da ist auch noch Twitter - herrje  Google+ fast vergessen - überall und auf allen Kanälen - meine Lieben . . .  wo bleibt das LEBEN?????

Wie Ihr wisst, bin ich schon 10 Jahre mit unterschiedlichen Blogs unterwegs und habe schon einige an Burnout Leidende Blogger erlebt, die kaum in der Lage waren zu bloggen, es daber dennoch wollten und sich so eher auf 1 Bild pro Tag verlegten. Oder wenige Zeilen, mehr konnten sie  nicht (mehr!) Da waren Powerfrauen dabei mit Kameras, die mehrere Tausende Euro verschlangen, alles selbst "verdient" . . . als sie noch auf allen Kanälen mitmischen konnten, konnten!!! Immer an vorderster Front - die Erwerbsarbeit nicht vernachlässigten, die Kinder, den Haushalt, all die Termine .... Doch mit nicht einmal 50 Jahren fingen die Leiden dann an . . . 

Einige Lebensgeschichten hat man per Mail an mich herangetragen, ich durfte in viel Leid Einblick nehmen und kann daher nur sagen .... eine Erschöpfungserkrankung kommt für den Betreffenden immer ganz plötzlich, auch wenn der Weg dahin schleichend ist. Da kommt - fast unbemerkt - ein Puzzleteilchen zum anderen und auf einmal bricht das ganze System zusammen.

Manche berichteten mir von Hörstürzen, die zu unwiederbringlichem Hörverlust führten, andere vom angeschlagenen Sehvermögen oder einem beschädigten Nervenkostüm, das sie nie mehr voll leistungsfähig sein ließ. Und bei anderen wieder schlug der Krebs gnadenlos zu - und bei diesen, die mir ihre Geschichte anvertrauten, waren diejenigen selbst überzeugt, ihren Teil mit ihrer Lebensweise dazu beigetragen zu haben. Hektik pur - auf allen Kanälen - immer und jederzeit und darüber hinaus das Wesentliche immer und über Jahre vernachlässigt .... Natur, gesundes Essen und Trinken, regelmäßig etwas für Geist und Körper tun, nicht nur einmal im Jahr im sog. Erholungsurlaub! Denn das ist viel zu wenig!

Also lieber mal sporteln - wie ich hier vor kurzem draußen in der Natur .... so etwas müßte es viel häufiger geben und warum bitte bin ich oft die Einzige, die diese Geräte überhaupt benutzt?????





Vor kurzem entdeckte ich bei Facebook dieses tragische  Zeugnis einer noch jungen Frau die lt. eigenen Worten dem Tode geweiht ist.  Wer bei Facebook angemeldet ist, wird den Account dieser Frau lesen können. Sie hat eine bewundernswerte Haltung, aber ihr Schicksal ist grausam!
Und wenn ich das jetzt in diesem Zusammenhang erwähne, will ich aber damit keinesfalls gesagt haben, daß diese Dame selbst schuld an ihrem Schicksal ist! Es gibt Krankheiten, deren Sinn erschließt sich uns nicht! ALS ist so eine Krankheit, die man noch nicht ausreichend erforscht hat. Stephen Hawking lebt schon viel länger mit dieser Krankheit, als je irgendjemand angenommen hätte .... ein medizinisches Wunder! 

Es geht mir bei der Erwähnung dieser jungen Frau lediglich um eines: Leben! Um die Kostbarkeit des Lebens und wie das Leben in kurzer Zeit völlig umgekrempelt werden kann, ohne daß wir noch etwas daran tun können - deshalb tun wir alle gut daran, unser Tun und Handeln immer wieder zu reflektieren und uns an die Kürze des Lebens zu erinnern. Denn wenn wir unsere Lebenskraft verlieren, werden wir zutiefst verzweifelt sein, besonders, wenn wir sie VOR DER ZEIT verlieren.
Sage mir da also keiner: DAS HABE ICH NICHT GEWUSST! Doch! Das kann man vorher wissen, wenn, dann will man nur NICHTS DAVON WISSEN! Und das ist ein gewaltiger Unterschied!

Alles Punkte also, die es zu bedenken gilt bei unserer allzu hektischen allzeit Internet-bereiten Lebensweise! Denn wir sind nach wie vor Natur und nicht Internet! Keine Roboter, keine technischen Geräte, die man mal eben reparieren kann - sondern Menschen - aus Fleisch und Blut!

Am besten wir tun es unseren Miezen nach, die wissen was Lebensqualität bedeutet :-) und kämen nie auf die Idee, das wahre Leben für ein stressiges Leben am Bildschirm einzutauschen, nicht wahr!
Nun sind wir freilich Menschen und so ganz  würde das bei uns nicht klappen, aber doch wenigstens ein bißchen weniger . . . das wäre dann schon etwas . . . 



Gute Nacht, Ihr Lieben, dies war mein Wort zum Sonntag!
Herzlichst
Eure







PS: Das Magazin enthält natürlich noch viele andere Themen, schöne Bilder und alles, was eben das Herz begehrt! Trotz aller Mahnungen! Die uns ja nur zum Vorteil dienen sollen . . .

Der Beitrag ging zu Traude/Rostroses A New Life #4 - Leben ohne Palmöl, auch wenn mein Post heute so gar nichts mit Palmöl zu tun hat . . .  so dreht er sich doch wieder um das Zuviel in unserem Leben und das in JEDER  Hinsicht!


Kommentare:

  1. Liebe Sara, ich sehe es ebenso: Für mich geht es bei diesem Thema um eine Änderung der inneren Lebenseinstellung. Es mag damit beginnen, dass man sich vermehrt Gedanken macht dazu, was, warum und wie man gewisse Dinge tut. Ob es so richtig ist, ob es Alternativen gäbe, ob vielleicht sogar eine rigorose Veränderung richtig wäre. Vielleicht ist der erste Schritt dann, sich von allem Überflüssigen im materiellen Sinne zu trennen. Und es folgt die Erkenntnis, wie gut das tut, wieviel Raum zum Leben das wortwörtlich schafft. Hand in Hand geht damit dann ein gewisser Konsumverzicht, eine Kontrolle darüber, was man kauft und warum man es kauft. Man legt mehr Wert auf die Qualität denn auf die Quantität. Und man behält je länger, je mehr den ökologischen Aspekt an der ganzen Sache im Auge. Je mehr man sich mit Ursache und Wirkung dessen befasst, was man tut, umso mehr wird einem auch bewusst, dass der eigene Lebensstil ein grosses Teil in diesem Puzzle ist. Und so hinterfragt man plötzlich auch seinen Alltag, sein ganzes Da-Sein. Will ich wirklich so viel arbeiten, um mehr Geld zu verdienen, das ich ja eigentlich gar nicht so sehr brauche, wenn ich weniger konsumiere? Ist es mein grösster Lebensinhalt, den grössten Teil meiner Lebenszeit in einen Job zu investieren? Was ist, wenn ich gar nicht mehr so lange zu leben habe, wie ich immer glaube? Was, wenn ich meine ganzen Träume auf eine Zeit nach der Arbeitswelt proiziere, die ich vielleicht gar nicht mehr erreiche?
    Genau diese Prozesse habe ich selber durchlebt, und sie haben mich auf einen andern Weg gebracht. Einer, der mich viel zufriedener und glücklicher macht, der mich LEBEN lässt, der mir Zeit gibt für das, was mich erfüllt. Natürlich kann auch ich nicht mit ein paar Porzenten im Job leben, aber ich habe reduziert, so viel nur ging. Und es liegt in meiner Absicht, noch mehr an der Pensumschraube zu drehen. Aber alles mit Bedacht.
    Ich kann jedem nur raten, sich wirklich mit seinem Da-Sein in allen Bereichen auseinanderzusetzen, zu hinterfragen und sich selber ganz ehrliche Antworten zu geben. Das ist nicht immer einfach und oft schon gar nicht bequem, aber es lohnt sich. Das "Weniger ist mehr" hat sich wirklich zu meiner Maxime entwickelt. Die Erkenntnis, mit wieviel weniger man umso glücklicher sein kann, wieviel Lebensqualität Freizeit mit sich bringt, was Natur und Tiere, schöne Hobbys oder einfach auch mal gemütliches Nichtstun an Entspannung mit sich bringen- sie ist unbezahlbar. Und ich bin mir sicher, dass jeder die Möglichkeit hat, dahingehend etwas zu verändern. Wenn er es denn möchte.....
    Hab einen schönen Sonntag noch, liebe Grüsse!
    PS: Und danke für deinen Link auf meinen Blog! :oD

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    1. Du sagst es, liebe Frau Hummel. Von eben auf jetzt wird kaum einer all das umsetzen können, die Verflechtungen des Lebens, z.B. mit der Familie, Arbeitgeber, sind oft eng und groß.
      Das mit der Lebensqualität ist ein ganz wichtiger Punkt. Einige glauben ja, wir wären der Arbeitswelt machtlos ausgeliefert mit ihren immer höher werdenden Forderungen. Doch man könnte durchaus etwas verändern. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg - z.B. auf eine andere Art der Arbeit umsteigen oder ausweichen ... an einen anderen Ort ziehen, da gäbe es viele denkbare Modelle ... oft sind es Ausreden, wenn jemand nicht wirklich etwas verändern will!

      Und ich kann es nur bezeugen, wenn man an der Schwelle des Lebens steht, wird alles andere unwichtig! Dann bereut man plötzlich so manches und würde es gern noch ändern, wenn man könnte .... nicht jedem ist dies dann vergönnt. Aber was schreibe ich .... solange wir leben, leben wir und denke nicht darüber nach, was DANN sein KÖNNTE und das ist vielleicht auch ganz gut so, sonst würden wir nicht mehr unbeschwert leben können. ;-) Ständiges Hinterfragen kann auch lähmen und schwächen. Wir müssen schließlich unser Leben irgendwie meistern! Aber daß man was verändern kann, steht ganz außer Frage.
      Danke auch Dir und
      Liebe Grüße
      Sara

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  2. Das hast Du nett geschrieben . Für mich ist weniger mehr . Bei allem und jedem :))
    LG heidi

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    1. Eine gute Einstellung, liebe Heidi.
      Danke und liebe Grüße
      Sara

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  3. Du hast völlig Recht. Wenns ans eingemachte geht ist alles andere kinkerlitzig und verschwindet aus dem Bewußtsein.
    Ich bin der Ansicht, ICH kann nicht von einen Tag auf den anderen mein Verhalten ändern. Aber ich kann es immer und immer wieder reflektieren.
    Ich kaufe z.B. keine Papierkrimis mehr. Die Lese ich einmal, leihe sie natürlich weiter und wäre froh ich bekäme sie nicht zurück.
    Es gäbe so viele Dinge, die ich gerne in gute Hände abgeben würde, denn ich brauche sie nicht und zum wegwerfen sind sie zu schade. Also hebe ich sie auf.
    In der Gegend in der ich lebe, sind aber die meisten so betucht, dass sie da kein Interesse daran haben. Und durch die vielen "Billighersteller" braucht es heute kaum noch etwas "Gebrauchtes". Ich hatte mit 20 eine TV der war damals schon 15 Jahre alt. Der war geschenkt. Ich fahre ein Auto, das ist heute 19. Ich bekam es vor 16 Jahren geschenkt.
    Ich bin mir nicht zu gut etwas geschenkt zu nehmen, was jemand anders nicht mehr braucht.
    Aber mit dieser Einstellung bin ich wohl ziemlich alleine. Und deshalb habe ich viele Dinge, die ich geschenkt bekam, die ich damals brauchte und heute voll funktionsfähig weitergeben könnte, weil kein Bedarf mehr besteht. Aber es will keiner haben. Ich bin dann immer am Rätseln, wer wohl die vielen armen Menschen hier in der BR sind.
    LG Sunny

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    1. Eine gute Einstellung, liebe Sunny. Und da gebe ich Dir völlig recht, man kann nicht von heute auf morgen sein Verhalten ändern! Da hängt zu viel anderes dran, die Familie bspw., die sich auch nicht nur deswegen komplett von eben auf jetzt umstellt, nur weil ich das will!
      Wäre mein Leben anders verlaufen, hätte ich sicherlich auch vieles noch behalten. Aber schon allein durch unsere vielen Umzüge war das kaum möglich. Irgendwann gewöhnt man sich dran und betrachtet die Dinge aus einem anderen Blickwinkel.

      Es gibt sie schon noch, die Leute, die auch gern Gebrauchtes nehmen, z.B. vom Sperrmüll, da gehen selbst Wohlhabende auf die Jagd, zumindest in unserer Stadt. Da gibt es teilweise regelrechte "Kämpfe" um die Sachen am Straßenrand mit den Ausländern, die professionell den Sperrmüll abgrasen. ;-) :-) Bei Nacht und Nebel *lach*
      Aber gut, München und diese Betuchten .... davon weiß ich auch so Einiges von Verwandten, die da leben. ;-) Wer hat der hat, aber jeder lernt noch seine Lektion im Leben.

      Doch, die Armen gibt es durchaus. Allein in unserer Stadt. Neuerdings ist hauptsächlich von Kinderarmut die Rede - irgendwie seltsam, denn schließlich sind es deren arme Familien, in die sie hineingeboren wurden ... als wenn man Kinder als etwas Isoliertes von ihrer Familie betrachten könne.

      http://www.unser38.de/braunschweig-innenstadt/menschen/wer-arm-ist-ist-arm-an-vielem-d3933.html

      Ich kopiere hier mal einen Auszug hinein und denke, daß ich das auch in dem Falle ruhig machen darf, denn das ist etwas, das uns alle angeht!

      http://www.braunschweig.de/politik_verwaltung/nachrichten/Kinderarmut.html

      Kinderarmut bleibt wie in allen großen Städten Deutschlands auch in Braunschweig weiterhin ein Thema. Relativ konstant etwa ein Fünftel der Kinder und Jugendlichen wächst in Haushalten auf, deren Einkommen unterhalb der Armutsschwelle liegt. 31.627 Kinder und Jugendliche bis unter 16 Jahren leben in Braunschweig (Stand 31.12.2013), davon 5.418 in Haushalten mit SGB II-Bezug. Dabei ist die räumliche Verteilung sehr ungleich, und der Anteil armer Kinder reicht in den Stadtteilen von zwei bis über 50 Prozent.


      Da wurde vor vielen Jahren schon eine SHG für "Neue Armut" eingerichtet. "Neu" deshalb, weil die Arbeitslosen und Soz.hiempfänger (meist unverschuldet in die Lage gekommen!) zwar aus ihrem bisherigen Dasein vor Hartz oder Soz.hi. allerlei DINGE besitzen, mit denen sie jedoch keine Teilhabe an der Gesellschaft haben. Hartz bietet halt nur das Notwendigste zum Überleben, da ist man überall außen vor. Keine Einladungen, nichts Kulturelles oder nur minimum und unteres Niveau ... gesellschaftlich ist man dann unten - aber klar, auch die "oberen Zehntausend" oder alle Bessergestellten, zu denen Du und ich zählen, haben oft Kontakte, die sie nur deshalb haben, weil sie zu dieser "Schicht" gehören, mitmischen können. Wenn das wegfällt, wirst du sehen, welche Freunde wirklich noch übrigbleiben. ;-)

      http://www.zentrumbildung-ekhn.de/811.0.html

      Allerdings sprach man von "Neuer Armut" bereits Anfang der 80er" - noch vor dem Flüchtlingszustrom!

      http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/panorama3/Die-neue-Armut-in-Deutschland,sozialneid102.html

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    2. Bezüglich der Armut ... klar, daß das eine andere Form der Armut ist, die man nicht mit der der sog. Dritten Welt vergleichen kann, wo Leute halbnackt im Straßengraben verhungern. Aber ein angenehmes Leben ist es auch nicht inmitten einer ansonsten reichen Gesellschaft und es kümmert keinen, wie es den Hartzlern geht! Im Gegenteil haben die noch mit Vorurteilen zu kämpfen, zu faul, arbeitsscheu usw. usf. - die Geschichten dahinter WILL NIEMAND sehen!

      Auch die Überschuldung der Menschen nimmt hat Ausmaße angenommen - es wird zu viel gesehen und die Impulskontrolle ist gering.

      http://www.welt.de/finanzen/verbraucher/article148699046/In-diesen-zwei-Staedten-ist-jeder-Siebte-ueberschuldet.html

      Wo die Armut in Deutschland nistet, bringt der neue Schuldneratlas der Wirtschaftsauskunftei Creditreform erschreckend deutlich an den Tag: [....]auch in der Mitte Deutschlands rund um Hannover, Braunschweig und Magdeburg weiträumig jene tiefroten Flächen aus, die eine weit verbreitete Überschuldung darstelle


      Wahnsinn - das mit Deinem Auto finde ich echt cool. Da kann ich nun leider nicht mitreden, da ich meinen FS erst mit über 40 Jahren machte. ;-) Wir hatten die ganzen Jahre immer Gebrauchte, die allerdings nie so lange hielten. Ansonsten hätte ich es wohl genauso gehandhabt, denn ich hänge immer sehr an meinem jeweiligen Fahrzeug, nehme ungern ein "neues". ;-) Darin ähneln wir uns sehr. Und auch mit Gebrauchten Dingen oder Geschenktem habe ich keine Probleme, außer es träfe nicht meinen Geschmack.

      Liebe Grüße
      Sara

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  4. Liebe Sara,
    viele kluge und wunderbare Gedanken wurden da durch die Zeitschrift bei dir ausgelöst bzw. hast du dir auch ganz ohne die Zeitschrift gemacht!
    Ich mach es für heute kurz, denn ich bin schon recht müde - aber ich möchte dir unbedingt noch DANKE dafür sagen. Und ja, du hast vollkommen recht, von unseren Katzen können wir viel lernen - die können herrlich entspannen :o)
    Die Themen, die du bei mir verlinkst, brauchen nichts mit meinen aktuellen ANL-Themen gemeinsam zu haben - nur mit der "Gesamtthematik", und das hat dein Beitrag ja eindeutig!
    Hab eine schöne weitere Woche!
    Herzlichst, die Traude
    http://rostrose.blogspot.co.at/2016/04/a-new-life-4-leben-ohne-palmol.html

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*¨¨* ♥♥~♥ Vielen ♥♥lichen Dank für Deinen Kommentar! Ich freue mich immer sehr über jede Zeile. Jeder Deiner Sätze ist Inspiration und Erbauung für mich. Herzlichst 【ツ】 *¨¨* ♥♥~♥