Samstag, 5. Dezember 2015

Weihnachtsmarkt und 2. Advent


Zum 2. Advent ein paar sinnige Gedanken und nicht ausschließlich adventliche Bilder ...

Auf dem Bild oben ist jedoch unser Weihnachtsmarkt zu sehen, über den ich gestern spazierte. Zu dem Zeitpunkt war es noch relativ leer, denn wenn die zahlreichen Touris darüber strömen, ist kein Durchkommen mehr. Als das noch "unser" Weihnachtsmarkt war, war es beschaulicher, noch nicht so viel Kommerz. Heute liegt der Schwerpunkt auch auf Essen, was in früheren Zeiten eher den kleineren Teil ausmachte. Eigentlich seltsam, denn damals hätten die Menschen hungriger sein sollen als heute . . .

Der Weihnachtsmarkt liegt innerhalb einer mittelalterlichen Kulisse zwischen dem Dom St. Blasii und der Burg  Dankwarderode. Die Geschichte des Weihnachtsmarktes soll bis in das Jahr 1505 zurückreichen.

Fonts Lucida Handwriting & Yu Gothic Light

Die meisten von Euch werden wohl von Dietrich Bonhoeffer schon gehört haben, wobei die meisten sich wohl kaum näher mit ihm auseinandergesetzt haben dürften. Für seine Tapferkeit ist er zu bewundern.
Wie auch Bonhoeffer trenne ich Glaube und Religion! "Religion bezeichnet dagegen den Weg des Menschen zu Gott im Sinn einer natürlichen Anlage, [...]" (Wikipedia)

Auch Folgendes fand ich sehr bezeichnend:

Ein Schüler kam zum Rabbi und fragte:
"Früher gab es Menschen,
die Gott von Angesicht gesehen haben.
Warum gibt es die
heute nicht mehr?"
Darauf antwortete der Rabbi:
"Weil sich heute niemand mehr
so tief bücken will."
Rabbinische Geschichten

Trotz der milden Witterung werden allerdings die Lichtverhältnisse nicht gleichzeitig besser .... und so macht das Fotografieren im Augenblick in Innenräumen nicht allzuviel Spaß. Vielleicht, wenn die Sonne einmal wieder  hell scheint und ich tagsüber dann auch zuhause sein kann . . .
Die Weihnachts-Spitzen-Sammlung wurde wieder hervorgeholt und Lichterketten zaubern eine schöne Stimmung. Im Adventsgesteck haben wir dieses Jahr nur eine Kerze und die ist bei uns tradidionell immer rot.


Weitere Ansichten des Weihnachtsmarktes ... Schmuckstück ist hier natürlich die sog. "Alte Waage" im Miniatur-Format. Angelehnt an die Rekonstruktion der Alten Waage (ein Speicher- und Waage-Haus), welche 1994 fertiggestellt wurde.
Eine Portion gebrannter Mandeln von hier habe ich mir auch gegönnt. Der Mann hat den Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde zu Recht erhalten!



Und für Sabine .... die Haare wachsen - allerdings langsam .... wir haben auch Winterzeit - im Sommer geht das schneller, das ist bei uns Menschen ähnlich wie bei den Pflanzen .... daher heute kein aktuelles Foto sondern eine kleine Foto-Spielerei ...
Daher gibt es erst wieder ein neues Foto, wenn mein Haar eine nennenswerte Länge erreicht hat - Außerdem suche ich immer noch jemanden, der mich dann fotografiert. ;-)

Es fällt übrigens auf, daß SEHR viele Frauen wieder lang tragen bzw. gerade dabei sind, sich das Haar wachsen zu lassen. Ob jung oder alt! Nicht, daß ich nun speziell darauf achten würde, doch sind zumindest in unserer Stadt die Damen mit ganz kurzen Haaren inzwischen in der absoluten Minderheit! Was das wohl für Gründe haben mag??

Wie Ihr sicherlich gemerkt habt, bin ich niemand, die ständig Fotos von sich präsentieren muß. Das ist wie mit der Erotik. Nackte Frauen sind irgendwann uninteressant, doch verpackt in ein hübsches Negligé steigt der Reiz  . . .
Ich werde mir wohl auch mal so eine Handy-Stange besorgen ... das Selbst-Fotografieren ist sonst sehr schwierig ... Nur muß ich erst einmal recherchieren, bevor ich etwas kaufe, das nicht paßt oder gleich wieder auf dem Müll landet. Vielleicht hat jemand von Euch bereits Erfahrungen damit gesammelt. Mein Smartphone ist ein Samsung S3. Dazu sollte die Stange passen. Und vor allem blitzschnell montierbar sein.


Nun wünsche ich Euch allen schon mal einen schönen 2. Advent
und hoffentlich bis bald wieder
Eure




Kommentare:

  1. Ne ich bin kein Selfie- Knipser . Ich mache die mit Stativ und Fernauslöser . Von daher kann ich Dir keinen Rat geben .Meine Haare lasse ich auch noch etwas wachsen . Irgendwie fühle ich mich sonst sehr nackig am Kopf . Deine Weihnachtsmarktbilder sind schön . Bisher hatte ich noch keine Zeit dafür , steht aber auf meinem Plan , mindestens noch einen zu besuchen . Allerdings muss ich Dir recht geben . Scheinbar gibt es nur noch was auf die Gabel und das Kunsthandwerk zieht den kürzeren . Schade aber auch .
    Wünsche Dir ein schönes Wochenende
    LG Heidi

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    1. Ich eigentlich auch nicht, liebe Heidi. D.h. ich fotografiere mich selbst überhaupt nur extrem selten, ich mag diese Zurschaustellung eigentlich gar nicht. Es ist nun so üblich geworden, aber eigentlich liegt es mir weder noch mag ich das. Aber wenn, dann wäre das mit dieser Stange eine Möglichkeit. Ein Stativ besitze ich gar nicht, da ich nur Schnappschüsse mache, alles andere ist mir zu umständlich und dauert zu lange bzw. das Motiv ist dann ja meist weg, wenn ich mit dem Aufbauen fertig bin. ;-) Per Fernauslöser habe ich daher noch nie fotografiert. Aber wer weiß ...

      Bei mir war es so, daß ich mich inzwischen auch nackig und zu wenig weiblich mit dem kurzen Haar fühlte. Ich trug es jahrzehntelang so und mochte das auch, aber auf einmal ist es anders. :-) In jungen Jahren trug ich allerdings das Haar überwiegend länger. Und jetzt will ich auch noch einmal längeres Haar genießen, wenn mir auch bewußt ist, daß der Aufwand ungleich höher ist. Mal eben schnell unter die Dusche und zack zack drübergefönt geht da nicht mehr. ;-)

      Ich bedaure es auch sehr, daß viele der wirklich schönen Stände, die wir früher auf dem Weihnachtsmarkt hatten, wegrationalisiert wurden. Die Stadtväter wollten den Weihnachtsmarkt für die Touris attraktiv machen, damit der Rubel rollt und scheinbar meint man,das hauptsächlich über Essbares realisieren zu können. ;-)

      Liebe Adventsgrüße
      Sara

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  2. Ich denke, Essen verkauft sich am Christkindlmarkt einfach besser als andere Sachen. Ist auch hier so.

    LG kathrin

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    1. Eine Zeiterscheinung . . . und es verwundert auch deshalb, weil die Menschen heute ja nicht mehr unterernährt sind, das Gegenteil ist vielmehr der Fall. Dennoch hat der Schwerpunkt "Essen" diametral an Bedeutung zugelegt. Ich wundere mich nur ein ums andere Mal, z.B. um halbe Meter Bratwürste und das ist jetzt keine Fiktion sondern Realität. Da fragt man sich, wer das verdauen soll???

      Liebe Adventsgrüße
      Sara

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  3. Ich geh nie auf den Christkindlmarkt. Zu kalt, zu eng, zu voll.... ich mag keinen lauwarmen pappigen Glühwein, pappige Tassen, pappige Tische..... esse "unterwegs" grundsätzlich nichts. Keine Krapfen, Brezen, Teilchen. Wenn dann gehe ich essen. Bewußt. Geplant. Von spontanem Essen halte ich gar nichts. Vor allem esse ich nicht, wenn ich keinen Hunger habe.
    Und "Nippes" kaufe ich auch nicht. Ich habe soviel Nippes von Omas, Mutter und mir selbst. Ich wäre froh, wenn es difundieren würde. Tut es aber nicht.
    LG Sunny

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    1. Bin ganz Deiner Meinung, liebe Sunny. Das Essen ist für viele Menschen heute zu einem großen Problem geworden. Ich habe auf dem Weihnachtsmarkt auch nur selten etwas gegessen. Wenn, dann ist es mal eine besondere Gelegenheit, wie der sprichwörtliche Kaviar, den man zu oft nicht genießen sollte ... und da muß dann auch die Qualität stimmen. Geht mir übrigens mit Kaffee oder Cappucino auch so ... eigentlich Teetrinkerin, genieße ich jedoch - ganz selten - einmal einen exzellenten Cappuccino in der Stadt in irgendeinem Café. Zuhause würde ich so etwas nicht zur Alltäglichkeit machen wollen, dann ist es nicht mehr DER Genuss und wird leicht zum Suchtfaktor, das brauch' ich nicht. Wach werde ich nur durch basische Ernährung, nicht durch Säurebildner wie Coffein.
      Die Bierzelt-Atmosphäre behagt mir auch nicht - gesund ist das alles sicherlich nicht. Alkohol vertrage ich gar nicht und wenn es früher bei uns mal Glühwein gab, dann nur aus besten Zutaten selbst hergestellt. Was es da gibt, ist ja eher ein billiger Wein mit unnachprüfbaren Extrakten. Wie diese Glühweine in der Packpackung aus dem Supermarkt. ;-)
      Die Atmosphäre erinnert mich jedenfalls an die Kindheit, da gehe ich schon gern einmal über den Markt - doch es hat auch nicht mehr den Reiz wie in früheren Zeiten, da zu kommerziell ausgerichtet.
      Deko & Co. kaufe ich da auch nicht - sind alles Rumstehchen und die habe ich schon zur Genüge entsorgt bzw. weiterverschenkt. Da hab ich auch kein Problem mit Erbstücken oder Geschenken von Freunden, wenn sie mir zu viel werden oder ich sie nicht mag. Denn wozu sich mit Dingen belasten nur wegen anderer Menschen? Selbst wenn sie von Verwandten stammen.

      Liebe Grüße
      Sara

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    2. also, nicht daß wir uns falsch verstehen ... geschrieben sieht das manchmal anders aus ... ich esse KEINEN Kavier - das war nur ein sinnbildliches Beispiel. Bin Vegetarier.

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  4. Im Urlaub bin ich das erste mal auf solche Selfie-Sticks gestoßen, weil jeder zweite in Venedig damit herumlief....ich fand das schon sehr merkwürdig und hab mich richtig gefreut, als mich ein Pärchen nach dem klassischen Foto gefragt haben...:-)) Aber für deinen Zweck ist das vielleicht gar keine schlechte Idee. Ich dachte, die Stangen sind einstellbar und passen für alle Smartphones. Euer 'Städtchen' lohnt sicher auch mal ein Besuch...aber ich komme dann nicht zur Weihnachtszeit! Bei uns gibt es zum Glück nicht nur Essbuden, sondern viel handwerkliches aus dem Erzgebirge. ..:-))
    Liebe Grüße, Sigrun

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  5. Liebe Sara,
    das wie fast immer bei Dir wieder so ein Post, wo man eine Menge zu kommentieren kann...
    also ich flaniere ganz gerne über den Weihnachtsmarkt, m´war schon in Bonn, der hat zwar 187 "Buden", gefällt mir aber sehr gut. Klar die "Fress-Stände" und Glühweinbuden sind auch da zahlreich vorhanden... aber der Markt ist schön. In Köln gibt es zig Weihnachtsmärkte, abgesehen vom Thema "Heinzelmann--- Engel.. Dom.. Hafen..." sind alle sehr komerziell. Ich kauf da auch eher wenig bis nichts, mag aber die Atmosspäre und seit 30 Jahren besuche ich mit einem kleinen Freundinnentrüppchen Weihnachtsmärkte, haben von Aachen bis Dortmund schon alle gesehen, sogar in Münster ( sehr schöner Weihnachtsmarkt) waren wir. Glühwein muss auch sein, aber nur einer!
    Dekomäßig habe ich seit die Kunder erwachsen sind, stark zurückgefahren, ich gehe arbeiten und habe sonst so viel zu tun, mir ist das einfach zuviel Arbeit. Es ist ja nicht nur das Hinstellen von Dingen,,, man muss Vorhandenes beiseite schaffen, staubputzen, wischen, usw.
    Aber dieses Jahr bin ich dann doch inkonsequent geworden und habe mehr dekoriert... ich will noch darüber posten.
    Gut gefallen mir Deine Christbaumspitzen! Das ist mal eine Idee!
    Und was die Haare betrifft, denke ich auch, das etwas längeres Haar schmeichelt, gerade wenn man älter wird. Ich finde kurze Haare an bestimmten Frauen gut, Inka Bause mit den Struwel-Look gefällt mir gut und unsere Sabine könnte ich mir mit langem Haar auch nicht vorstellen. Für mich muss es halt etwas kinnlang sein und am Hinterkopf etwas angeschnitten, weil ich einen flachen Hinterkopf habe, Die krebskranke Schauspielerin Hendrikje Fitz fällt mir ein.. eine schöne Frau mit einem interessanten Gesicht, der sogar ihre Nicht-Frisur sehr gut steht, weil sie eine unglaubliche positive Ausstrahlung hat, trotz der schlimmen Erkrankung.
    Aber jeder muss seinem Typ gerecht das Äußere für sich finden. Ich halt es da eher unkompliziert und kleide mich meistens zweckmäßig, den Hype um Ponchos, Kashmir... mache ich nicht mit...

    Liebe Grüße
    Marita

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    1. Liebe Marita,
      danke für Deinen ausführlichen Kommentar!
      Die Atmosphäre mag ich auch gern, sofern der Weihnachtsmarkt nicht überlaufen ist.
      Was Deko betrifft, sehe ich das auch so. Man muß alles auch verwalten, reinigen, hervorholen, wegpacken und es daneben auch noch genießen können. Die Zeit bleibt oft gar nicht. Wir haben schon fast 3. Advent ...
      Mir selbst steht kurzes Haar im Grunde sehr gut, aber den Pflegeaufwand bspw. fand ich jetzt doch höher als mit längerem Haar. Gut, es ist mal eben schnell unter der Dusche mitgewaschen - aber es muß doch jeden Tag gestylt werden, damit es gut ausschaut und häufig nachgeschnitten werden, zumindest bei mir mit zahlreichen Wirbeln. ;-) Wenn es bei mir länger wird, hängt es sich besser aus und steht nicht so ab, so daß ich es auch schon mal 2 oder 3 Tage nicht waschen muß, denn gut ist das nicht fürs Haar. Aber mal schauen .... mich stören dann natürlich wieder die langen Haare, die herumliegen - bei kurzen sieht man da ja nicht so viel ...
      Ich hab's gern natürlich und mag nicht "stundenlang" mit der Bürste und Fön vorm Spiegel stehen. Da wird sich zeigen, ob ich langfristig mit dem längeren Haar zufrieden bin. Zumindest kann man schöne Frisuren tragen bzw. auf die Schnelle das Haar hinten oder auf dem Oberkopf zusammennehmen.
      Zweckmäßig kleide ich mich auch am liebsten. Ich mag Kashmir zwar, aber beim Waschen sehe ich das als Problem und die Sachen nehmen doch Gerüche an, auch wenn sie aus natürlichen Materialien sind. Für mich wäre das nichts, sie wochenlang zu tragen, ohne sie öfter waschen zu können. Kochgeruch bspw. hängt sehr lange in der Kleidung oder wenn man essen geht, der Geruch aus den Restaurants ... Allerdings haben manche Menschen keine sehr ausgeprägte Geruchswahrnehmung, da mag das dann egal sein ... wie auch immer, Kleidung muß bei mir tragbar sein, Jacken schließbar und das Autofahren darf nicht behindert werden. Somit muß die Kleidung auch relativ leicht sein, nichts unnötig herumbaumeln und das ist bei Ponchos leider der Fall. Außerdem ziehts von unten her, damit würde ich immer frieren. Klar, sehen manche Teile nett aus, aber das ist mehr was fürs Büro - für unterwegs sind das nicht die richtigen Sachen.

      Liebe Grüße
      Sara

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