Samstag, 11. Oktober 2014

Zeit zum Leben ~ ~ ~



Maxie von Maxiemales und Tanja von Ideenreich haben eine Blogger Backstage-Aktion gestartet.
Hier geht es um ein Thema, das immer wieder in aller Munde ist, die Zeit ... auch ich erinnere mich noch sehr gut an meine Kindheit, während der zwar die Erwachsenen schon damals auch schon "nie" oder "keine Zeit" hatten, doch das verstand ich zu der Zeit noch nicht, denn ICH hatte noch "alle Zeit der Welt" :-)
Ein kleines Kind empfindet den Tag logischerweise noch wesentlich länger als ein Erwachsener. Hat es doch entsprechend wenig verflossene Zeit als Vergleichsmöglichkeit. Je mehr (Lebens-)Zeit jedoch vergangen ist, über desto mehr und längere Vergleichs-Zeitspannen verfügen wir, ganz wie auch schon Kant es erkannte.

Und je älter wir werden, desto schneller scheint die Zeit zu verfliegen. Viele werden dieses Phänomen kennen .... eben noch war Ostern, schon ist es wieder Weihnachten .... wo ist nur die Zeit geblieben???

Jeden Abend legen wir uns zur Ruhe und jeden Morgen wachen wir wieder auf - ein Tag ist vergangen. Unaufhaltsam und gnadenlos, wie die Zeit verrinnt, so altern wir unserem unvermeidlichem Ende entgegen ... jeden Tag ein winziges Stückchen mehr . . . das sollten wir uns immer wieder einmal bewußt machen! Denn unsere Lebenszeit auf diesem schönen blauen Planeten ist begrenzt und gar nicht so sehr lang, wie es zuerst den Anschein hat. Aus dem Rückblick betrachtet, ist unsere Lebenszeit eher kurz!

Zeit ist eine Illusion, schrieb schon Chris Griscom, die weltweit bekannte spirituelle Lehrerin, vor vielen Jahren.

Einen kurzen Blick warf ich auch in das sehr spannende Buch mit dem Titel "Von nun an bis in Ewigkeit" von G.J. Whitrow oder der englische Titel, der es treffender  beschreibt "What is Time?", in dem es vom Ursprung unserer Zeitvorstellung über das Messsen der Zeit,  Zeit und Relativität bis hin zur Bedeutung der Zeit oder die zeitliche Ordnung in der speziellen Relativitätstheorie geht. Das Buch entstand aus einer Vortragsreihe über die Natur der Zeit und stellt eine erheblich erweiterte Fassung dieser Vorträge, die Ende 1969 gehalten wurden, dar.

Wie man also sehen kann, ist nicht erst heute die Zeit ein Problem, sie war es immer schon!

Es mag heute den Anschein haben, daß wir immer weniger Zeit zur Vergnügung haben, doch das Gegenteil ist der Fall! Wir packen nur zu viel in die uns zur Verfügung stehende Zeit hinein! Und dann wundern wir uns! ;-) ... 
Gerade hatte auch  DER SPIEGEL (Nr. 36/1.9.2014) das Thema Zeit einmal wieder aufgegriffen "Gegen die Uhr Die hektische Suche nach einem entschleunigten Leben" ... und recht haben sie, wenn sie schreiben "Warum der moderne Mensch immer mehr Zeit spart - und doch immer weniger davon hat"

Wer ernsthaftes und weitergehendes Interesse hat, besuche doch einmal den "Verein zur Verzögerung der Zeit", der im Spiegel-Artikel Erwähnung findet!

Bis dahin, also ca. Mitte der 60er Jahre, war an eine 40-Stunden-Woche nicht zu denken, sie wurde erst um diese Zeit so langsam eingeführt. Samstags, das hat sich schon lange und grundlegend geändert. Zu der Zeit war von 40-Stunden-Woche noch gar nicht die Rede!

Erst seit Gründung der ersten Gewerkschaften war die Arbeitszeitverkürzung überhaupt Thema, und im Zuge dessen sanken die Arbeitzeit dann, wobei sie nach dem Zweiten Weltkrieg meist bei 48 Stunden (6 Tage à 8 Stunden), also inclusive Samstag-Arbeit, lag.

Doch WER will HEUTE schon noch etwas von dieser dunklen Zeit wissen? Wir wollen Spaß haben und möglichst viel Freizeit. Die Arbeit hat bitteschön möglichst in eine 30-Stunden-Woche (oder weniger??) zu passen . . . doch wie soll das gehen, ohne sie zu komprimieren?


Die Zeit ist immer die gleiche Zeit, für jeden Menschen auf dieser Welt. Was wir daraus machen, das allein zählt. Wie oft werden andere Menschen oder scheinbare Notwendigkeiten als Grund vorgeschoben, warum wir keine Zeit haben. Und doch liegt es in unserer Macht, was wir aus unserem Leben (und unserer Zeit!) machen.

Sicher kann sich keiner so ganz aus dem gesellschaftlichen Leben mit all seinen Anforderungen ausklinken, vor allem dann nicht, wenn man Kinder hat. Ich denke da nur an all die Sachzwänge oder schulischen Belange . . .

Dennoch besitzt nahezu jeder - zumindest hierzulande - die Möglichkeit, sein Leben so gestalten, daß es zumindest stressärmer verläuft und er ausreichend Zeit für Erholung, Muße, für seine Familie, findet.

Der Schlüssel hierbei ist:

Man muß Zeit auch haben WOLLEN und dafür auf Anderes gern , also freiwillig verzichten WOLLEN!

Die Kunst des Weglassens ist eine Gabe, die wir in jungen Jahren ungern üben wollen, das weiß ich noch nur zu gut!
Denn auch ich glaubte einst, keine oder nicht genug Zeit zu haben, fremdgesteuert zu werden (z.B. durch den Job oder die Schulen der Kinder, ja sogar durch Freunde und Bekannte, wenn wieder irgendein Event anstand, zu dem man ja doch müßte, weil .... ) Sicher kennt Ihr das auch alle, so gern man seine Freunde auch hat, wenn man zu viel um die Ohren hat, können selbst Einladungen ein Zuviel bedeuten.
Das ist nur eines von vielen Beispielen, auch die Beschäftigung mit Blogs/Internet kann uns Zeit rauben, und manchmal ist es notwendig, so schön dieses Hobby auch ist, das Ganze zumindest auf Eis zu legen, wie ich es vor ca. einem Jahr mit diesem Blog getan habe.
Und manchmal muß man vielleicht auch seinen Job wechseln oder ganz aufgeben . . . oder halbtags arbeiten . . . oder von daheim aus . . .


Font Lucida Handwriting


Vielleicht muß mancher auch erst ein wenig älter geworden sein oder sogar sehr krank, um zu erkennen, welch wertvolles Gut unsere Gesundheit ist und mit wie viel Unnützem man vorher seine Zeit vergeudete ... unwiederbringliche Lebenszeit!!!
Nicht ohne Grund habe ich einen neuen Namen für meinen Blog gesucht und gefunden ... good old things ... Back to the roots - zurück zu unseren Wurzeln ... zu dem Wesentlichen, der Essenz des Lebens! Zeit . . .

Wer zum Thema "Zeit" auch etwas zu sagen hat, einfach mal bei Maxie oder Tanja reinklicken!


Herzlichst


Kommentare:

  1. Liebe Sara,

    du hast viele gute Denkanstöße gegeben.
    Es dauerte lange, bis sich die 40-Stunden-Woche ganz durchgesetzt hat.
    In manchen Betrieben gab es sie schon Ende der 50er Jahre.

    Einen guten Abend wünscht dir
    Elisabeth

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  2. Liebe Sara,
    Schnell mal rüberher gelesen da ich müde bin... Mir fehlt auch Zeit um alles zu tun in eine knappe, immer kürzer werdende Woche!
    Geniesse den Sonntag und liebe Grüsse,
    Mariette

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  3. Liebe Sara, ein wirklich schöner Post von dir! Tolle Denkansätze und Gedankenstöße! Ich freue mich, dass du dabei bist! Viele liebe Grüße und einen schönen Montag wünsche ich dir! Maxie

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  4. Liebe Sara, wie gut, dass ich Deinen Blog in der Liste gelassen habe, ich wusste, Du wirst ihn bestimmt irgendwann wieder reaktivieren.

    lg kathrin

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*¨¨* ♥♥~♥ Vielen ♥♥lichen Dank für Deinen Kommentar! Ich freue mich immer sehr über jede Zeile. Jeder Deiner Sätze ist Inspiration und Erbauung für mich. Herzlichst 【ツ】 *¨¨* ♥♥~♥